HAGE: „Jede unserer Maschinen ist eine Sonderkonstruktion!““

1982 gründete Gerfried Hampel die HAGE Sondermaschinenbau GmbH in der Obdacher Volksschule mit drei Mitarbeitern. Heute führen seine Söhne einen 120-Mann-Betrieb mit Expertise im 3D-Druck. Die mit HAGE-Maschinen gefertigten Produkte reichen von der Mercedes-Crashbox bis zum Raketentank.
Automotive Industrie Maschinenbau
Florian Hampel sitzt in Interviewsituation an Tisch
Gründung: 1982
Unternehmensgröße: 120 MitarbeiterInnen
Website: www.hage.at
Firmensitz: Obdach
Projektkosten: 7,4 Millionen €
SFG-Förderung: 1 Million € über Wachstums!Schritt

HAGE baut Sondermaschinen für die Automotive-, Raumfahrt-, Bau- und Schienenfahrzeugindustrie. Dabei fertigt der Betrieb nicht das Endprodukt, sondern die herstellende Maschine, wie etwa eine 30 Meter lange Produktionsstraße für Crashboxen, die vom Kunden an Mercedes verkauft werden. Das mittelständische Unternehmen baut in seinen Hallen gewaltige Anlagen auf, testet sie, baut sie dann wieder ab und beim Kunden auf. Dieserart entstand auch der Tank für die Rakete Ariane 6, die im Jahr 2022 ins Weltall abheben wird.

"Wir konzentrieren sämtliches Know-how für 3D-Druckverfahren in Obdach."
CEO Florian Hampel
Mann trägt in Produktionshalle Metallgitter
HAGE Sondermaschinenbau

Revolution Rührschweißen!

Im Jahr 2013 hat HAGE ein Kompetenzzentrum für das Schweißverfahren FSW errichtet. Die Innovation: Verband man früher zwei Metallteile mit Hilfe eines dritten, so rotiert heute ein heißer Pin durch zwei Teile, erzeugt Wärme und verbindet die teigigen Metalle mit Druck. All das erledigt vollautomatisch eine Maschine. Das Verfahren reduziert Gewicht, was insbesondere in der Auto- und Raketenproduktion von wesentlichem Vorteil ist. Rauch und Emissionen bleiben aus, zudem können die Teile vor dem Schweißen bearbeitet werden, weil sich das Material nicht mehr verzieht. Bisher beschränkt sich die Technologie auf maximal 10 bis 12 Millimeter dicke Aluminiumteile. HAGE tritt nun an, das zu ändern und das Verfahren weiterzuentwickeln: Eine neue Maschine kann auch härtere Materialien mit einer Stärke von bis zu 60 Millimetern verbinden – ein Durchbruch für viele Kunden, die mit HAGE-Maschinen produzieren.

3D-World Obdach

CEO Florian Hampel hat eine Vision: Er möchte einen 3D-Drucker für die Industrie bauen, dessen Ausdrucke ihrerseits industrielle Funktionen übernehmen können. Dazu plant das Unternehmen eine Halle, die genug Platz für einen 6-Achsen-Drucker birgt: Mit einem solchen kann das flüssige Material flexibler gedruckt werden, Stützkonstruktionen werden überflüssig, und so spart das Verfahren Aufwand und bis zur Hälfte der Zeit. Hampel ist entschlossen: „Wir wollen sämtliche Kompetenzen in Sachen 3D-Druckverfahren in Obdach zusammenführen.“

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