COMET: Sternstunden der Forschung

Per aspera ad astra, durch Strebsamkeit gelangt man zu den Sternen, sagt der Lateiner. Viribus unitis, mit vereinten Kräften, gelingt das auch in der Forschung besser. Deshalb fördert das COMET-Programm enge Kooperationen zwischen Industrie und Wissenschaft in zielgerichteten Zentren.

Herzstück von COMET ist ein gemeinsam definiertes Forschungsprogramm auf Spitzenniveau. Unternehmen und Universitäten bzw. F&E-Einrichtungen bilden Synergien, die den Standort Steiermark in der internationalen Innovationslandschaft markant positionieren. Derzeit ist unser Bundesland an 25 von 44 österreichischen Forschungszentren des Programms beteiligt. COMET umfasst vier Aktionslinien: K1-Zentren, K2-Zentren, K-Projekte und Module. Sie divergieren in puncto Zielausrichtung, Internationalität, Projektvolumen und Laufzeit.

COMET-Zentren (K2)

forschen besonders ambitioniert und mit höherem Risiko in der Entwicklung und Umsetzung. Sie sind international weit sichtbar und vernetzt.

Konsortium
mindestens ein wissenschaftlicher Partner und fünf Unternehmenspartner

Laufzeit
acht Jahre (ab dem 3. Call), zuvor zehn Jahre

Finanzierung

  • 40 % bis max. 55 % öffentliche Förderung
  • mindestens 5 % durch wissenschaftliche Partner
  • mindestens 40 % durch Unternehmenspartner
  • maximale Bundesförderung: 4 Millionen Euro jährlich (ab dem 3. Call), zuvor 5 Millionen Euro jährlich

COMET-Zentren (K1)

betreiben Forschung von akademischer und wirtschaftlicher Relevanz zu einem von Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam definierten Thema. Sie entsprechen am ehesten den etablierten Kplus- und K_ind Zentren.

Konsortium
mindestens ein wissenschaftlicher Partner und fünf Unternehmenspartner

Laufzeit
acht Jahre (vier plus vier)

Finanzierung

  • 40 % bis max. 55 % öffentliche Förderung
  • mindestens 5 % durch wissenschaftliche Partner
  • mindestens 40 % durch Unternehmenspartner
  • maximale Bundesförderung: 1,7 Millionen Euro/Jahr
  • maximale Landesförderung: 0,85 Millionen Euro/Jahr

COMET-Projekte

haben „multi-firm“-Charakter und verlangen enge Zusammenarbeit der Partner und eine gemeinsame strategische Ausrichtung. K-Projekte bereiten häufig neue Kooperativen vor (etwa künftige Kompetenzzentren) oder dienen der auch der zentrenübergreifenden Zusammenarbeit.

Konsortium
mindestens ein wissenschaftlicher Partner und mindestens drei Unternehmenspartner

Laufzeit
drei bis vier Jahre

Finanzierung

  • max. 45 % öffentliche Förderung
  • mindestens 5 % durch wissenschaftliche Partner
  • mindestens 45 % durch Unternehmenspartner
  • maximale Bundesförderung: 0,675 Millionen Euro/Jahr

COMET-Module

zeichnen sich durch besonders risikoreiche Forschung aus, die deutlich über den bisherigen Stand der Technik hinausgeht und neue regionale Stärkefelder aufbaut.

Konsortium
mindestens ein wissenschaftlicher Partner und drei Unternehmenspartner

Laufzeit
vier Jahre

Finanzierung

  • 80 %  öffentliche Förderung
  • mindestens 5 % durch wissenschaftliche Partner
  • mindestens 15 % durch Unternehmenspartner
  • maximale Bundesförderung: 0,5 Millionen Euro/Jahr

COMET – die Zielgruppen

Das Programm richtet sich an existierende Kompetenzzentren und -netzwerke ebenso wie an neue Konsortien. Zentren, die am Ende ihrer Laufzeit nicht verlängert werden, können sich um ein höchstens eineinhalbjähriges Phasing-out bewerben.

COMET – das Monitoring

Kompetenzzentren unterziehen sich in ihrer Laufzeit mehrmals Evaluierungen.

  1. Ex-ante Evaluierung: Eine Fachleutejury von FFG, FWF und Christian-Doppler-Gesellschaft prüft Antrag und Forschungsprogramm bei der Einreichung.
  2. Review: Die FFG prüft das Projekt und spricht Empfehlungen für die Fördernehmer aus. Das Review findet bei K-Projekten nach der Hälfte der Laufzeit statt, bei K1-Zentren im 2., bei K2-Zentren im 3. Jahr.
  3. Zwischenevaluierung: Externe GutachterInnen prüfen Zentrum, Ziele und bisherige Ergebnisse sowie das Programm für den Rest der Laufzeit. Die Zwischenevaluierung findet etwa nach der Hälfte der Laufzeit, also bei K1-Zentren im 4., bei K2-Zentren im 5. Jahr statt. Die weitere Förderung des Zentrums ist von einem positiven Evaluierungsergebnis abhängig.
  4. Ex-post-Evaluierung: Externe GutachterInnen prüfen Projekt und Ergebnisse im letzten Jahr der Laufzeit.