Presseaussendung

9. März 2024

Styrian Food Hub belebt Lebensmittel-Netzwerk

Starkes Netzwerk für Lebensmittel: Styrian Food Hub pusht Internationalisierung und Digitalisierung im Stärkefeld Lebensmitteltechnologie
Frau in Schutzkleidung zwischen Gurkenpflanzen

Mit dem Styrian Food Hub bringt die SFG die steirische Lebensmittelszene auf das nächste Level und ist damit Ansprechpartner Nummer eins für rund 1.000 Betriebe, die in diesem Segment agieren. Gleichzeitig wird der Styrian Food Hub die Anlaufstelle für Förderungen und Finanzierungen sein und den Erfahrungsaustausch mit anderen Bundesländern, aber auch internationalen Unternehmen managen.

Lebensmittelnetzwerk als Wirtschaftsfaktor

„Die Steiermark gilt zurecht als die kulinarische Schatzkammer Österreichs und gerade die Lebensmitteltechnologie zeichnet sich aktuell durch eine enorme Dynamik aus. Die Steiermark weist auch in diesem Bereich besondere Kompetenzen und einen großen Innovationsgeist auf. Mit dem neuen Styrian Food Hub wollen wir das Potenzial der Branche weiter heben und steirische Betriebe in diesem Sektor unterstützen, sei es bei der betrieblichen Weiterentwicklung, beim Identifizieren und Setzen von Trends oder beim Einsatz ressourcenschonender Lösungen“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Alles unter einem Dach

Die SFG hat unterschiedlichste Initiativen aus den Regionen, den Bundesländern und europaweit analysiert und sich dazu entschlossen, die Kompetenzen in diesem Sektor zu bündeln. Im Mittelpunkt wird dabei die Förderung von innovativsten Lebensmittelproduzentinnen und -produzenten sein. Im Fokus des Styrian Food Hub werden steirische Produkte stehen. „Wir wollen ihre Einzigartigkeit hervorheben und das Bewusstsein dafür stärken, dass sie eine enorme Strahlkraft besitzen“, erklärt SFG-Geschäftsführer Christoph Ludwig. Unterstützt werde dies durch eine ausgewählte ExpertInnengruppe und die Erfahrung von Leitbetrieben. Im Mittelpunkt der mittel- und langfristig angesetzten Initiative stehe jedenfalls die Verankerung in der Steiermark. Besonders hervorzuheben ist hier die intensive Zusammenarbeit mit dem regionalen Netzwerk für Lebensmitteltechnologie Vulkanland in der Südoststeiermark, das sich bereits als ausgezeichneter Standort für die Lebensmittelproduktion positioniert hat. Als Pionierregion mit einer großen Lebensmittelkompetenz der ansässigen Leitbetriebe arbeitet man im Vulkanland daran, möglichst die gesamte Wertschöpfungskette vor Ort abbilden zu können.

SFG pusht Internationalisierung und Digitalisierung

Zwei konkrete Kernbereiche werden im Rahmen des Styrian Food Hub gezielt in Angriff genommen. Das ist zum einen die Internationalisierung. „Wir werden die steirischen Produkte mit geballtem Know-how in die Welt hinaustragen“, kündigt Susanne Urschler, bei der SFG für die Umsetzung der Initiative zuständig, an. Geplant sind unter anderem internationale Messereisen – schon im Februar besuchte eine steirische Delegation mit 16 Betrieben die BIOFACH in Nürnberg. Auf der internationalen Lebensmittelleitmesse SIAL in Paris wird es im Oktober einen Gemeinschaftsstand für innovative, steirische Lebensmittelproduzenten geben. Unterstützt wird der Styrian Food Hub bei diesen Auslandsaktivitäten vom Internationalisierungscenter Steiermark ICS.

Das zweite große Thema ist die Digitalisierung, die in der Lebensmittelbranche große Chancen bietet. Dabei geht es unter anderem um smarte Lösungen für Lebensmittel. Gerade Blockchain-Technologien machen Lieferketten transparenter, ermöglichen eine exakte Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und gewährleisten so auch die besonders hohe Lebensmittelsicherheit in Österreich.

Fokus-Zukunftsthema: pflanzenbasierte Proteine

Jedes Jahr soll im Rahmen des Styrian Food Hub ein Fokus-Zukunftsthema bearbeitet werden. Heuer wird mit pflanzenbasierten Proteinen gestartet. Dabei handelt es sich nach Ansicht von Urschler nicht nur um eine Modeerscheinung, ganz im Gegenteil: alternative Proteinquellen aus der Steiermark werden in Zukunft massiv zur Ernährungssicherheit beitragen. „Es geht uns um Produktentwicklungen einerseits, andererseits um die nachhaltige Verwertung von ohnehin vorhandenen Rohstoffen. Ein Beispiel ist der Ölkuchen, der bei der Pressung von Kürbiskernen zu Kernöl zurückbleibt. Aus ihm kann wertvolles pflanzliches Protein gewonnen werden.“ Diese und andere Schwerpunkte werden im Fokus des Styrian Food-Hub stehen. Als Impulsgeber und Vermittler wird das Lebensmittelnetzwerk die Innovatoren, Forscher und Akteure bei der Identifikation von Food Trends, Produktionen, Dienstleistungen und Verarbeitungen in diesem Bereich unterstützen.

SFG unterstützt zwei steirische Leuchtturmprojekte

Auch zwei aktuelle Leuchtturmprojekte werden von der SFG über den Styrian Food Hub unterstützt. In Lebring startet um 3,4 Millionen € das Lebensmittel Informations- und Servicezentrum für Lebensmittelanalytik der Institut Dr. Wagner Lebensmittel Analytik GmbH. durch. Die regionale Schnittstelle für alle Fragen zu Lebensmittelqualität wurde mit 640.000 € gefördert. Es beheimatet neben einem Lebensmitteltechnologie-Schwerpunkt auch das modernste Spurenanalytik-Labor für Lebensmittel in der Steiermark. „Ich begrüße den Styrian Food Hub als eine moderne Plattform der Produktentwicklung und Kommunikation und freue mich auf eine aktive Teilnahme,“ sagt Franz Siegfried Wagner.
Um 14,4 Millionen € baute die Feldbacher Snack & Back CP GmbH die bestehenden Gebäude aus und automatisiert die Verpackung weiter. Das Fördervolumen der SFG beträgt hier 1,3 Millionen €. Durch den zusätzlichen Platz wurde das Produktionsvolumen weiter gesteigert, gleichzeitig das Produktportfolio erweitert, der Verpackungsbereich automatisiert und der CO2-Ausstoß der gesamten Anlage verringert.
In den letzten drei Jahren hat die SFG in Summe 503 steirische Lebensmittelprojekte mit einem Gesamtfördervolumen von 7,15 Millionen € unterstützt.

Styrian Food Hub

Gemeinsames Säen, Wachsen und Expandieren vervielfacht die Ernte