Münzer: Steirisches Know-how reduziert Gesundheitsrisiken in Indien

Ein Pilotprojekt mit Signalwirkung: Wie ein Unternehmen aus der Steiermark mit Unterstützung des ICS den Wandel vom klassischen Abfallwirtschaftsmodell hin zu einem gesundheitsorientierten Lösungsansatz für den indischen Markt vollzieht.
Export F&E
Gründung:  1991
Firmensitz:  Sinabelkirchen
Mitglied bei:  ICS

Die Münzer Bioindustrie GmbH mit Sitz in Sinabelkirchen ist seit Jahren auf die Sammlung und Verwertung von Altspeiseöl spezialisiert. Mit dem Blick nach Indien eröffnete sich dem Unternehmen jedoch ein völlig neuer Zugang: In Südindien, wo stark frittiert gekocht wird, wird Öl kaum ausgetauscht – mit gravierenden Folgen. Die wiederholte Nutzung führt zur Entstehung gesundheitsschädlicher, teils krebserregender Substanzen. Gleichzeitig fehlt es vielerorts an professionellen Entsorgungsstrukturen – Altspeiseöl gelangt nicht selten direkt in die Umwelt, bzw. wird es viel zu oft wiederverwendet. In diesem Spannungsfeld startete Münzer ein Pilotprojekt zur fachgerechten Altspeiseölsammlung – mit dem Ziel, sowohl Umwelt als auch Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Dieses Projekt wurde von Christina Ulrich, Projektleiterin Indien beim ICS, unterstützend begleitet. Münzer war vom ICS-Indien-Kick-off an bei sämtlichen Inlandsveranstaltungen des ICS zum Thema Indien vertreten. Die durch das ICS vermittelten Kontakte und Marktinformationen unterstützten das Unternehmen bei der erfolgreichen Vorbereitung.

Mithilfe dieser Einblicke wird das Unternehmen ein regionales Pilotprojekt in Südindien entwickeln, das aktuell in den Startlöchern steht. Das Ziel: eine ganze Region als Kundin gewinnen und so ein skalierbares Modell für weitere Gebiete schaffen.

Ein Projekt mit gesellschaftlichem Hebel

Was ursprünglich als klassisches Abfallwirtschaftsmodell begann, hat sich durch die neuen Anforderungen im indischen Markt gewandelt: Heute tritt Münzer in Indien als Anbieter von gesundheits- und umweltorientierten Lösungen auf – ein Beispiel dafür, wie internationale Expansion auch gesellschaftliche Wirkung entfalten kann.

Christina Ulrich sieht das Projekt ebenfalls als Vorzeigebeispiel: „Mit den richtigen Kontakten, Markteinblicken und Formaten konnten wir helfen, aus einer Idee ein konkretes Pilotprojekt zu entwickeln. Besonders spannend ist, dass sich Münzer vom klassischen Abfallwirtschaftsunternehmen hin zu einem lösungsorientierten Partner für Gesundheits- und Umweltfragen in Indien transformiert hat.“

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