GKT: 100.000 Tonnen ersparte Emissionen

Die GKT GmbH erhielt den Innovationspreis Steiermark für Nachhaltigkeit für das CompriVAP-System. Was es damit auf sich hat, in welchen Bereichen man zukünftig die größte Nachfrage erwartet und was das alles mit gutem Brot zu tun hat, erklärt Head of Business Unit Thomas Gurker.
F&E Industrie Maschinenbau
Gründung:  2022
Unternehmenssitz:  Gloggnitz-Stuppach
Beschäftigte:  140

Den Innovationspreis Steiermark für Nachhaltigkeit bei Mittel- und Großunternehmen der SFG erhielt das Unternehmen GIG Karasek noch unter ebendiesem Namen. Seit kurzem firmiert der Betrieb jedoch unter GKT GmbH. „Das Unternehmen spezialisiert sich auf die Optimierung von Thermischen Trennprozessen und Planung von Apparaten und Anlagen zur CO₂-Reduktion. Wir produzieren einen Teil unserer Anlagen an unseren Standorten und liefern diese weltweit an unsere KundInnen. Seit Gründung der Firma ist die Energieeffizienz der Anlagen und damit die Vermeidung von CO₂ die treibende Kraft hinter unseren Produkten. Die GKT GmbH ist mit 140 MitarbeiterInnen auf drei Standorten in Österreich und 50+ Millionen Euro Order Income eine sehr gut aufgestellte, mittelständische Firma „, erklärt Thomas Gurker Head of Business Unit Evaporation Technology von GKT.

Das Unternehmen hat Niederlassungen in Gloggnitz-Stuppach, Attnang-Puchheim sowie Graz. Die GKT GmbH gehört zur Dr. Aichhorn Group, die Schwesterfirmen (BFT, BHDT) arbeiten parallel in anderen Märkten.

Zurück zur Auszeichnung durch die SFG: Diese erhielt man für das innovativen CompriVAP-System. Damit realisiert GKT die weltweit leistungsstärkste industrielle Wärmepumpe, die Abwärme aus einem Steamcracker in bis zu 50 MW CO₂-freien Prozessdampf umwandelt und damit jährlich rund 100.000 Tonnen Emissionen einspart. Es ist ein Leuchtturmprojekt das zeigt, wie industrielle Abwärme durch innovative offene Wärmepumpentechnologie zu einer wertvollen Energiequelle wird und die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien entscheidend vorantreibt.

Die richtigen Entscheidungen

Was bedeutet dem Unternehmen diese Auszeichnung? Gurker: „Eine Auszeichnung eines externen Gremiums ist eine sehr schöne Anerkennung für die Menschen hinter den Produkten. Man muss wissen, dass sehr viel Expertise unserer ProzessingenieurInnen in diesem Produkt steckt. Dazu gehören etabliertes Wissen aus den zahlreichen laufenden Anlagen, der Innovationsgeist der zum neuen Produkt geführt hat und letztendlich eine Portion Mut. Für die Geschäftsführung und das Management ist es eine Auszeichnung, dass die richtigen Entscheidungen getroffen wurden – insbesondere, wenn ein verkaufsfähiges Produkt für den Markt geschaffen wurde. Die Honorierung führe ich darauf zurück, dass ein solides Produkt entwickelt wurde, dass exakt in unsere Zeit der Energietransformation passt.“ GKT verdingt sich unter anderem im Bereich Verdampfung, Destillation und Trocknung, wobei erst genannter Teil von der Nachfrage her dominiert, „insbesondere wenn man die industrielle Wärmepumpe diesem Segment zuordnet.“ Welcher Betätigungsbereich des Unternehmens wird zukünftig betrachtet am wichtigsten sein? Gurker: „Wir legen den Fokus auf die industrielle Wärmepumpe, also das CompriVAP -System, da wir uns zu Beginn einen Teil des Marktes sichern müssen. Dabei hilft das Referenzprojekt mit BASF Ludwigshafen, jedoch darf man sich in der Anlagenbau Branche keine Sekunde ausruhen. Zusätzlich wollen wir die anderen etablierten Betätigungsbereiche zu 100 % weiter bedienen. In unserer Nische ist es wichtig unseren KundInnen die volle Gewissheit zu geben, die beste Zusammenarbeit für seine spezielle Produktion oder Anlage zu bekommen. Das beste Brot kauft man immer noch beim Bäcker und nicht im Supermarkt, auch wenn es dort viele verschiedene Brote gibt.“ 2022 gründete das Unternehmen noch unter dem Namen GIG Karasek den Geschäftsbereich „Environmental Technologies“, mit dem man sich vor allem auf die Bereiche CO₂-Valorisierung konzentriert. „Environmental Technologies konzentriert sich auf eine Technologie, die CO₂-Moleküle in thermodynamisch höherwertige Stoffe mithilfe von Strom umbauen und dadurch wieder nutzbar machen. Ein wesentlicher Vorteil ist es, dass wir in den anderen Geschäftsbereichen Produkte zur Aufbereitung der Stoffe anbieten können und somit in der Zukunft Gesamtanlagen für diese Technologie anbieten können“.