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Katharina Menzel
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8. April 2026

Österreich präsentiert Design in Mailand – Steirische Projekte setzen Akzente

Zum zehnten Mal präsentiert sich Österreich auf der Milan Design Week. Im Design Palazzo Austria werden über 30 Projekte gezeigt – darunter zwei Beiträge aus der Steiermark, die mit klaren Konzepten und neuen Ansätzen überzeugen.

Österreichisches Design in Mailand

Bei der Milan Design Week zeigt Österreich auch 2026 eine breite Auswahl an Möbel- und Interior-Objekten. Im Design Palazzo Austria dient der historische Palazzo Confalonieri im Brera Design District als Ausstellungsort.

Mehr als 30 Arbeiten – von Leuchten über Tableware bis zu Outdoor- und Schulmöbeln – geben Einblick in aktuelle Positionen. Etablierte Unternehmen stehen neben jungen Studios und Designer:innen, die erstmals in Mailand ausstellen.

„Nach dem großen Interesse 2024 freuen wir uns, erneut den Palazzo als Bühne für österreichisches Design zu nutzen“, sagt Wirtschaftsdelegierter Christoph Plank. Die diesjährige Ausgabe markiert zugleich die zehnte österreichische Präsentation seit 2010.

Ausstellungskonzept: Farbe und Raumwirkung

Das Ausstellungskonzept arbeitet mit einem intensiven Blau, das als ruhiger Hintergrund für die gezeigten Objekte dient. Die Farbwahl unterstützt die Verbindung zwischen historischer Architektur und zeitgenössischem Design.

Gezielte Lichtsetzungen ergänzen das Konzept und schaffen eine klare, einladende Präsentation im Innenraum sowie im Garten des Palazzo.

Überblick über eine vielfältige Szene

Die Ausstellung macht unterschiedliche Zugänge und Arbeitsweisen sichtbar. Die beiden steirischen Beiträge zeigen dabei exemplarisch, wie Reduktion, experimentelle Ansätze und handwerkliche Umsetzung zusammenwirken können.

Steirischer Beitrag I: Reduktion und Präzision – der Limes Chair

Aus Graz stammt der Limes Chair von Georg Wanker. Mit einem Gewicht von 3,9 Kilogramm und einer Stapelhöhe von nur 20 Millimetern setzt der Entwurf auf minimale Materialität bei hoher Funktionalität. Der Name „Limes“ verweist auf das Prinzip „Less Is More“. Der Stuhl zeigt, wie konstruktive Reduktion zu einem klaren, effizienten Produkt führen kann – sowohl in der Nutzung als auch im Transport.

Georg Wanker: Limes Chair

Steirischer Beitrag II: Experiment mit Mehrwert – der Agip Chair

Der zweite Beitrag aus der Steiermark entstand im Rahmen der Design Battle 2025 der Creative Industries Styria.

Das Format bringt DesignerInnen und Handwerksbetriebe zusammen, die innerhalb kurzer Zeit gemeinsam ein Objekt entwickeln. In Kooperation mit der Tischlerei Prödl entstand dabei der Agip Chair, der von der Jury als Siegerprojekt ausgezeichnet wurde. Die Konstruktion basiert auf einem einfachen Prinzip: Aus Massivholz geschnittene Stuhlprofile werden sternförmig angeordnet und bilden ein dreidimensionales Objekt. Neben der Sitzfunktion lässt sich der Stuhl auch als kompakter Garderobenständer nutzen.

Thomas Feichtner & Tischlerei Prödl: Agip Chair