HyCentA: Starker Ausbau der Forschung für grünen Wasserstoff
An der feierlichen Eröffnung an der TU Graz nahmen VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft, Forschungsförderung, Industrie und Medien teil. Zu den Ehrengästen zählten Willibald Ehrenhöfer, Landesrat in der Steiermark, Andrea Hoffmann, Vizerektorin der TU Graz, Rupert Pichler, Abteilungsleitung Forschungs- und Technologieförderung im BMIMI, sowie Otto Starzer, Programmleitung COMET bei der FFG. Nach den Eröffnungsreden wurde das neue Laborgebäude vorgestellt, feierlich mit einem Banddurchschnitt eröffnet und im Rahmen einer Laborführung präsentiert.
„Mit dem neuen Laborgebäude schaffen wir einen wichtigen nächsten Schritt für die anwendungsnahe Wasserstoffforschung in Österreich. Wir erhöhen unsere Prüfkapazitäten, erweitern unsere Möglichkeiten zur Validierung neuer Technologien und stärken damit die Brücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Umsetzung“, sagt Gisele Amancio, Geschäftsführerin am HyCentA. „Unser Ziel ist es, sichere, effiziente und marktfähige Wasserstoffsysteme zu entwickeln, die einen messbaren Beitrag zur Energiewende leisten.“
Neue Infrastruktur für eine Schlüsseltechnologie der Energiewende
Grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für ein klimaneutrales Energiesystem. Er kann helfen, Industrieprozesse zu dekarbonisieren, erneuerbare Energie speicherbar zu machen und emissionsfreie Anwendungen in Mobilität und Energieversorgung voranzubringen. Damit diese Technologien zuverlässig, sicher und wirtschaftlich eingesetzt werden können, braucht es moderne Forschungs-, Entwicklungs- und Prüfinfrastruktur. Genau hier setzt HyCentA an. Das 2005 gegründete Forschungszentrum arbeitet entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette, von der Erzeugung über Speicherung und Verteilung bis zur Anwendung. Mit dem neuen Laborgebäude werden insbesondere die Möglichkeiten in den Bereichen Elektrolyse, Wasserstoffspeicherung, Brennstoffzellensysteme, Sicherheit und Prüfung erweitert.
„Die Eröffnung dieses Laborgebäudes ist ein starkes Signal für den Standort Steiermark. Wasserstofftechnologien sind ein zentraler Baustein für die Transformation von Industrie, Energie und Mobilität. Forschungseinrichtungen wie HyCentA tragen entscheidend dazu bei, dass aus technologischen Chancen konkrete Anwendungen, Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze entstehen und zukunftsweisende Technologien in der Steiermark wachsen und sich erfolgreich entwickeln können“, sagt Willibald Ehrenhöfer, Landesrat in der Steiermark.
Wissenschaftliche Exzellenz trifft industrielle Anwendung
HyCentA ist eng mit der TU Graz verbunden und steht für die Kombination von wissenschaftlicher Kompetenz, hochwertiger Infrastruktur und industrieller Anwendung. Das neue Laborgebäude schafft zusätzliche Möglichkeiten, Forschungsergebnisse unter praxisnahen Bedingungen zu überprüfen und gemeinsam mit Partnern weiterzuentwickeln.
„Die TU Graz steht für Forschung, die gesellschaftlich relevante Zukunftsfragen adressiert und technologische Lösungen für die Praxis ermöglicht. Das neue HyCentA-Laborgebäude stärkt diese Mission in einem besonders wichtigen Feld: der Entwicklung sicherer und nachhaltiger Wasserstofftechnologien“, sagt Andrea Hoffmann, Vizerektorin der TU Graz. „Damit wird Graz als international sichtbarer Forschungsstandort für die Energiewende weiter gestärkt.“
Auch aus Sicht des Bundes ist der Ausbau der Forschungsinfrastruktur ein wesentlicher Hebel, um technologische Entwicklungen zu beschleunigen und Innovationen in die Anwendung zu bringen.
„Exzellente Forschung braucht exzellente Infrastruktur. Das neue Laborgebäude von HyCentA schafft die Voraussetzungen, um Wasserstofftechnologien unter realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln, zu prüfen und für den Markt vorzubereiten“, sagt Rupert Pichler, Abteilungsleitung Forschungs- und Technologieförderung im BMIMI. „Solche Investitionen sind entscheidend, damit Österreich im internationalen Innovationswettbewerb eine aktive Rolle einnimmt.“
COMET-Kompetenzzentrum als Innovationsmotor
Als COMET-Kompetenzzentrum bringt HyCentA seit 2023 nationale und internationale wissenschaftliche Einrichtungen sowie Industriepartner zusammen. Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in konkrete Anwendungen zu überführen und ein leistungsfähiges Innovationsökosystem für Wasserstofftechnologien aufzubauen.
„COMET-Zentren betreiben anwendungsorientierte, kooperative Spitzenforschung auf internationalem Niveau, sagt Otto Starzer, Programmleitung COMET, FFG. So bringt auch HyCentA exzellente Wissenschaft und engagierte Unternehmen zusammen und schafft damit ein Umfeld, in dem neue Erkenntnisse rasch in Technologien, Produkte und Anwendungen überführt werden können.“
Sichere und marktfähige Wasserstoffsysteme
Ein besonderer Schwerpunkt von HyCentA liegt auf der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Wasserstofftechnologien. Neben der technologischen Entwicklung umfasst die Arbeit auch Prüfverfahren und Zertifizierung. Dadurch leistet das Zentrum einen wichtigen Beitrag dazu, dass Wasserstoffsysteme nicht nur effizient und klimafreundlich, sondern auch sicher und industriell einsetzbar sind. Mit der neuen Infrastruktur wird HyCentA seine Aktivitäten in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die fossile Energieträger schrittweise ersetzen und eine widerstandsfähige, klimaneutrale Energieversorgung unterstützen können.