CARpenTiER: Digitale Innovationen für holzbasierten Leichtbau im Fahrzeugbau
Leichtbau mit System
Holz bietet großes Potenzial für den Leichtbau im Mobilitätssektor – vorausgesetzt, seine besonderen Eigenschaften werden gezielt genutzt. Genau hier setzte CARpenTiER an. Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt WoodC.A.R., das bereits Gewichtsreduktionen von bis zu 40 Prozent belegte, lag der Fokus nun auf der Entwicklung hybrider Bauteile. Holz wurde mit Leichtmetallen, Kunststoffen oder Textilien kombiniert, um funktionale und zugleich ressourceneffiziente Lösungen für den Fahrzeugbau zu schaffen.
Digitale Prozesskette als Schlüssel zur Serie
Ein zentrales Ziel des Projekts war eine digitale, robuste und skalierbare Serienfertigung. Alle Prozesse wurden simulationsgestützt entwickelt und auf industrielle Umsetzbarkeit geprüft. Das Ergebnis ist ein durchgängiges digitales Prozessmodell, das Materialverhalten, Bauteildesign und Fertigung in einer virtuellen Kette verbindet. So lassen sich Produkte frühzeitig absichern, Produktionsprozesse effizient planen und Materialien gezielt einsetzen.
Intelligente Prozesskontrolle und sichere Anwendungen
Ein besonderes Innovationselement ist die funktionsorientierte Prozesskontrolle (FOPC). Sie macht die natürliche Variabilität von Holz beherrschbar, indem Materialstruktur, Bauteilperformance und Fertigungsparameter digital aufeinander abgestimmt werden. Ergänzend dazu wurden neue, richtlinienkonforme Prüfsysteme für Holzverbunde entwickelt. Damit wird der Einsatz holzbasierter Komponenten auch in sicherheitsrelevanten Bereichen möglich.
Mit CARpenTiER leistet das im COMET-Programm geförderte Projekt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität und stärkt die Rolle der Steiermark als Innovationsstandort für digitalisierten Leichtbau mit Holz.