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Katharina Menzel
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3. August 2026

Austrian Startup Monitor 2025: Warum die Steiermark Österreichs Deep-Tech-Schmiede ist

Die Steiermark bleibt einer der wichtigsten Startup-Standorte Österreichs – und zeigt dabei ein deutliches Profil: Die Steiermark punktet mit technologischer Tiefe, bei akademischen Spin-offs, Deep-Tech-Gründungen und beim Schutz geistigen Eigentums.

Der Austrian Startup Monitor 2025 zeigt, dass Österreichs Startup-Ökosystem trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds resilient bleibt. Für die Steiermark liefern die Ergebnisse dabei ein erfreuliches Bild: Mit einem Anteil von rund 12 Prozent aller österreichischen Startups liegt die Steiermark hinter Wien auf Platz zwei im Bundesländervergleich, noch vor Oberösterreich. Damit zählt das Land zu den drei größten Startup-Ökosystemen Österreichs. Der Schwerpunkt der Gründungsaktivität liegt vor allem in Graz und Umgebung, ergänzt durch den Technologie- und Forschungsstandort Leoben.

Steiermark ist stark bei Deep-Tech-Gründungen

Die größte Stärke der Steiermark liegt nach wie vor bei sogenannten Deep-Tech-Startups. Darunter fallen Unternehmen, deren Geschäftsmodelle auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, technologischen Durchbrüchen und eigener Forschung und Entwicklung beruhen. Österreichweit machen Deep-Tech-Startups rund 12 Prozent der Startup-Landschaft aus – in der Steiermark ist dieser Bereich mit 19 Prozent überdurchschnittlich stark vertreten.

Fast jedes zweite steirische Startup meldet Patente an

Eine weitere Besonderheit zeigt sich beim Thema Innovation: 46 Prozent der steirischen Startups haben bereits Patente angemeldet. Damit liegt die Steiermark deutlich über dem Vergleichswert der übrigen österreichischen Bundesländer: Außerhalb der Steiermark sind es nur rund 29 Prozent. Steirische Gründerinnen und Gründer setzen somit überdurchschnittlich häufig auf technologische Entwicklungen, die langfristig geschützt und international vermarktet werden sollen und weisen auf hohe Forschungsintensität hin.

Auch bei weiteren Schutzrechten liegt die Steiermark über dem österreichischen Durchschnitt:
60 Prozent der steirischen Startups verfügen über eine Markenanmeldung (Österreich gesamt rund 57 Prozent), 22 Prozent haben Designrechte registriert (Österreich gesamt rund 18 Prozent).

Von der Universität in den Weltmarkt

Die Steiermark zeichnet sich ebenso durch den hohen Anteil an akademischen Spin-offs mit 24,7 Prozent aus, das ist Platz zwei hinter Salzburg. Die enge Verbindung zwischen Forschung und Wirtschaft, die Nähe zwischen Wissenschaft und Industrie schafft ein Umfeld, in dem Forschungsergebnisse häufiger in Unternehmensgründungen überführt werden – ein wesentlicher Standortvorteil.

Starke industrielle Basis spiegelt sich im Startup-Ökosystem wider

Die Steiermark zählt auch zu den Bundesländern mit einem besonders hohen Anteil an Manufacturing-Startups. Die starke industrielle Basis der Steiermark mit ihren Leitbetrieben sowie die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen bieten für junge Unternehmen gute Voraussetzungen.

Externe Kapitalaufnahme: Steiermark knapp hinter Wien

Auch beim Zugang zu Wachstumskapital schneidet die Steiermark gut ab. 31 Prozent der steirischen Startups haben bereits mehr als 500.000 Euro externes Eigenkapital aufgenommen. Damit liegt das Bundesland österreichweit auf Platz zwei – nur Wien erreicht mit 32 Prozent einen leicht höheren Wert. Das zeigt, dass steirische Startups nicht nur technologisch überzeugen, sondern auch erfolgreich Investorinnen und Investoren für ihre Wachstumspläne gewinnen.

Standortempfehlung zeigt wieder nach oben

Auch bei der subjektiven Bewertung des Startup-Standorts gibt es positive Signale. Nach einem Rückgang in den vergangenen Jahren verbessert sich die Standortempfehlung der Steiermark 2025 wieder leicht. Damit zeigt die Entwicklung trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Umfelds wieder in die richtige Richtung und, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung des steirischen Startup-Ökosystems Wirkung zeigt.

Fazit: Die Steiermark punktet dort, wo Österreichs Zukunft entsteht

Der Austrian Startup Monitor 2025 bestätigt ein klares Bild: Die Steiermark ist nicht Österreichs größter Startup-Standort – aber einer der technologisch stärksten. Ihre Stärke liegt dort, wo aus Forschung marktfähige Innovationen entstehen.

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