Auszeichnung steirischer Innovationsprojekte
Ideen, die Zukunft schreiben
Bei strahlendem Frühlingswetter fand die Preisverleihung des Innovationspreises Steiermark 2026 am 8. April im Schlossberghotel in Graz statt. Aus einer Vielzahl exzellenter Einreichungen kürte die Fachjury erneut sechs herausragende Projekte in den Kategorien Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Wirtschafts- und Forschungslandesrat Willibald Ehrenhöfer sowie SFG-Geschäftsführer Christoph Ludwig luden die Gewinnerinnen und Gewinner zur feierlichen Verleihung.
Die ausgezeichneten Unternehmen und Forschungseinrichtungen zeigen eindrucksvoll, wie viel Innovationsgeist, Mut und Gestaltungswille im Standort Steiermark stecken. Die Veranstaltung bot eine inspirierende Bühne für Austausch, neue Impulse und starke Vernetzung – und machte sichtbar, wie aktiv die Zukunft bereits heute entwickelt wird.
Auch 2026 empfiehlt die SFG fünf Projekte für den bundesweiten Staatspreis Innovation im Herbst, bei dem die Steiermark in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich vertreten war.
Die ausgezeichneten Projekte des Innovationspreises Steiermark 2026 sind:
Digitalisierung: Kleinst- und Kleinunternehmen
arterioscope FlexCo
arterioscope.AI-ECG ist eine cloudbasierte MedTech-Software, die aus einem Standard-12-Kanal-EKG mittels KI nicht-invasive kardiovaskuläre Biomarker ableitet. So wird das Früherkennen und Monitoren von Herzinsuffizienz im Praxisalltag schneller, günstiger und breiter verfügbar.
Digitalisierung: Mittel- und Großunternehmen
Austria Technologie & Systemtechnik AG
AT&S hat ein Verfahren zur Einbettung von Halbleiterelementen in Leistungselektronik entwickelt, die es erlauben ultrakompakte Stromversorgungsmodule für Hochleistungsrechenzentren zu bauen. Damit können KI-Anwendungen und andere rechenintensive Aufgaben schneller und effizienter ausgeführt werden.
Digitalisierung: F&E-Institutionen
Montanuniversität Leoben – Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Das Digital Waste Research Lab (DWRL) ist eine neuartige modulare großtechnische Forschungsinfrastruktur für digitale Abfallanalytik und -behandlung, die Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung verbindet, um Material- und Abfallströme sowie umwelttechnische Prozesse in Echtzeit zu erfassen und in ein intelligentes Ökosystem zu überführen. Die Anlage fungiert als Innovationshub und -motor für Projekte zahlreicher österreichischer Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen und bildet ein flexibles Forschungsinfrastrukturnetzwerk zur Entwicklung digitaler Lösungen für abfallwirtschaftliche Fragestellungen.
Nachhaltigkeit: Kleinst- und Kleinunternehmen
Ecolyte GmbH
Im EIC Pathfinder-Projekt VanillaFlow (2023 – 2026) beschäftigt sich ein multidisziplinäres Team aus drei Ländern mit der KI-getriebenen Entwicklung von stationären, nachhaltigen und skalierbaren Energiespeichern. Hierbei werden alle Komponenten (Membrane, redox-aktive Moleküle, Elektrode) sowie die Steuerung der Batterie in der Batterie mittels KI erforscht und optimiert. Ziel ist es kritische Rohstoffe zu ersetzen und geopolitische Abhängigkeiten zu verringern. Die Ecolyte GmbH geht mit einer bahnbrechenden Papiermembrantechnologie ins Rennen.
Nachhaltigkeit: Mittel- und Großunternehmen
GIG Karasek GmbH
Mit dem innovativen CompriVAP-System realisiert GIG Karasek bei BASF die weltweit leistungsstärkste industrielle Wärmepumpe, die Abwärme aus einem Steamcracker in bis zu 50 MW CO₂-freien Prozessdampf umwandelt und damit jährlich rund 100.000 Tonnen Emissionen einspart. Dieses Leuchtturmprojekt zeigt, wie industrielle Abwärme durch innovative offene Wärmepumpentechnologie zu einer wertvollen Energiequelle wird und die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien entscheidend vorantreibt.
Nachhaltigkeit: F&E-Institutionen
Polymer Competence Center Leoben GmbH
Im eingereichten Projekt ist erstmalig die wirtschaftliche und großtechnische Herstellung von kreislauffähigen faserverstärkten und polymerbasierten Verbundmaterialien für die Luftfahrtindustrie gelungen.
Die Preisverleihung in Bildern
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