HTH 2026: Wo Medizin, Technologie und Wirtschaft zusammenkommen
Wenn sich ExpertInnen aus Medizin, Forschung, Industrie, Startups und Investorenkreisen aus rund 40 Ländern in Graz treffen, geht es um mehr als einen reinen Wissensaustausch. Der Health Tech Hub Styria (HTH) hat sich seit seiner Gründung 2019 als eines der wichtigsten internationalen Branchentreffen an der Schnittstelle von Medizin, Technologie und Digitalisierung etabliert. Der Kongress deckt die gesamte Wertschöpfungskette im Health-Tech- und Life-Science-Bereich ab – von der universitären Forschung über klinische Anwendung und industrielle Entwicklung bis hin zu Finanzierung und Markteintritt. Die beiden Kongresstage bringen VertreterInnen großer Industrieunternehmen, Verantwortliche aus Spitälern und Gesundheitseinrichtungen sowie InvestorInnen und GründerInnen an einen Tisch. Neben der Steiermark stellen der DACH-Raum und Osteuropa, aber auch Italien oder Kroatien die meisten TeilnehmerInnen.
Leitthema 2026: Mensch – Maschine – Medizin
Das diesjährige Leitthema „Waves & Wires – Connecting Minds, Machines and Medicine“ steht sinnbildlich für die Dynamik des Gesundheitssektors: für den Austausch von Wissen („Minds“), den rasanten technologischen Fortschritt („Machines“) und die konsequente Ausrichtung auf den medizinischen Nutzen für PatientInnen („Medicine“). Fachlich setzt die Konferenz gezielte Schwerpunkte auf Radiologie und Neurologie: Diskutiert werde etwa KI-gestützte Bildauswertung in der Radiologie, digitale Assistenzsysteme zur Erhöhung der Medikationssicherheit oder Prognosemodelle, die gesundheitliche Risiken in stationären Settings frühzeitig erkennen. Beispiele aus der Steiermark zeigen, wie solche Technologien bereits heute im klinischen Alltag eingesetzt oder vorbereitet werden, etwa durch datenbasierte Entscheidungsunterstützung in Krankenhäusern oder durch KI-basierte Risikoanalysen im Pflege- und Versorgungsbereich.
Ausgangspunkt für grenzüberschreitende Kooperationen
Pro Konferenz werden vom Enterprise Europe Network (EEN) im Schnitt rund 250 strukturierte B2B-Meetings organisiert, aus denen vielfältige Kooperationen entstehen. Beispiele: Ein steirischer IT-Dienstleister entwickelte gemeinsam mit einem italienischen Startup eine smarte Anwendung für die klinischen Alltag, die medizinische Entscheidungen beschleunigt und die Patientenkommunikation verbessert. Eine kroatische Auftragsforschungsorganisation und ein steirisches Unternehmen schlossen einen Kooperationsvertrag, bündelten so grenzüberschreitende Forschungskapazitäten und verkürzten Studienzeiten.
Wirtschaftsstandort Steiermark: international sichtbar
Mit Initiativen wie dem Health Tech Hub Styria positioniert sich die Steiermark nicht nur als Forschungs- und Entwicklungsstandort, sondern auch als international sichtbare Plattform für Kooperation, Investitionen und Wachstum. Für den Wirtschaftsstandort bedeutet das zusätzliche Wertschöpfung, internationale Vernetzung und eine nachhaltige Stärkung eines strategisch wichtigen Zukunftssektors.
Der Health Tech Hub Styria ist eine Initiative von Human.technology Styria, Medizinische Universität Graz, Steirische Wirtschaftsförderung SFG, Internationalisierungscenter Steiermark ICS, Joanneum Research, Science Park Graz und Stadt Graz.