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Portrait Barbara Nußmüller
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7. Juli 2026

EOOS + LAUFEN

Bei wunderbarstem Sommerwetter wurde das Schloss Hollenegg erneut zur perfekten Kulisse für einen Austausch, der die Schnittstelle zwischen Kreativwirtschaft und klassischer Wirtschaft beleuchtet und graue Theorie mittels spannender Praxisbeispiele greifbar machte.

„Gutes Design bereitet keine Kopfschmerzen.“

Design schreckt für nichts zurück. Nicht einmal vor menschlichen Ausscheidungen. Denn oft sind es die banalsten Alltagsdinge, die – richtig gestaltet – einen massiven positiven Impact auf das Leben haben.

„Save!“ ist die erste Urin-Trenn-Toilette, die alle Standards und Normen erfüllt und sich in Gestaltung und Nutzung nicht von einer „normalen“ Toilette unterscheidet. Der Sinn des Produkts: Durch die Trennung von Urin und Fäkalien am „Ort des Geschehens“ werden Stickstoff, Phosphor und Mikroverunreinigungen von etwa Medikamenten entfernt, was die Infrastruktur von Kläranlagen entlastet. In Schwellenländern sowie in den großen Metropolen der Welt ist das alles noch um einen Faktor relevanter. Die Entwicklung einer solchen Toilette war ein großer Aufwand, der mit Studien begann, die Menschen beim Toilettengang erforschte.

„Eine Toilette ganz neu zu entwickeln, das ist kein Kindergeburtstag“, sagte Christian Schäfer von Laufen, „Aber das ist unser Job.“ Aus der Idee entstand ein physikalisches System, das sich den „Teekannen-Effekt“ zu Nutze macht: Die Oberflächenspannung leitet die Flüssigkeit ab. Verpackt wurde das Ganze in einem Objekt, bei dem Nutzer und Nutzerin nicht merken, dass sie auf einer „besonderen“ Toilette sitzen. Hier zeigt sich der Kern guten Designs: Es holt Menschen bei ihren Bedürfnissen ab, braucht keine großartigen „Bedienungsanleitungen“ und sieht darüber hinaus auch noch ansprechend aus.

„Gutes Design bereitet keine Kopfschmerzen“, brachte Lotte Kristofferitsch von EOOS es auf den Punkt. „Save!“ erfüllt alle Merkmale guten Designs. Außerdem hat es einen starken sozialen Fokus: „Social Design heißt, dass der Kunde die ganze Welt ist.“ „Save!“ ist übrigens bereits im Einsatz: im Headquarter der European Space Agency in Paris, im Wiener Projekt Stadtregal sowie im österreichischen Beitrag „Seaworld Venice“ der heurigen Biennale in Venedig.