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10. Juni 2026

Steirische COMET-Zentren erhalten Förderzusage für Mobilität und Werkstoffe

Mit Virtual Vehicle in Graz und dem Materials Center Leoben setzen sich zwei steirische COMET-Zentren im österreichweiten Wettbewerb durch. Die neuen Förderzusagen stärken einen Forschungsstandort, an dem mehr als 1.000 Menschen direkt in COMET-Zentren arbeiten.
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Zwei steirische Zentren im österreichweiten Wettbewerb erfolgreich

Im österreichischen Kompetenzzentrenprogramm COMET wurde die Förderung von vier Zentren beschlossen. Zwei davon haben einen klaren Steiermark-Bezug: die Virtual Vehicle Research GmbH in Graz und die Materials Center Leoben Forschung GmbH. Beide Zentren konnten sich mit ihren Forschungsprogrammen im Wettbewerb durchsetzen und unterstreichen damit die starke Position der Steiermark in der anwendungsnahen Spitzenforschung.

Virtual Vehicle arbeitet im COMET-Zentrum Software-Defined Mobility an der sicheren und effizienten Gestaltung softwaredefinierter Mobilität. Damit steht ein Zukunftsfeld im Fokus, das für die Fahrzeugindustrie, digitale Mobilitätslösungen und intelligente Verkehrssysteme immer wichtiger wird.

Das Materials Center Leoben forscht mit Integrated Materials Intelligence an innovativen Lösungen für die beschleunigte Entwicklung nachhaltiger Werkstoffe und Prozesse entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs. Im Mittelpunkt stehen anspruchsvolle Materialien, datenbasierte Methoden und neue Wege, um Werkstoffe schneller, ressourcenschonender und wirtschaftlich einsetzbar zu machen.

COMET stärkt den steirischen Forschungsstandort

Für die Steiermark sind die Förderungszusagen ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungs- und Innovationsstandorts. Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten im COMET-Programm eng zusammen, um Lösungen für zentrale Zukunftsfragen zu entwickeln – von Materialien, Produktion und Künstlicher Intelligenz bis zu Mobilität, Energie und Kreislaufwirtschaft.

Seit 2008 spielt COMET in der steirischen Forschungs- und Innovationslandschaft eine zentrale Rolle. Das Gesamtvolumen des Programms liegt österreichweit bei knapp 1,8 Milliarden Euro. Die SFG hat in diesem Zeitraum 192 Millionen Euro an steirischer COMET-Förderung zugesagt. Mehr als 1.000 Beschäftigte arbeiten direkt in steirischen COMET-Zentren; inklusive Unternehmens- und Wissenschaftspartnern sind über 4.500 Personen in COMET-Forschung eingebunden, davon rund 2.500 in der Steiermark.

Insgesamt investieren Bund und Länder nun 47,4 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln in die vier geförderten COMET-Zentren. Davon kommen 31,6 Millionen Euro vom Bund und 15,8 Millionen Euro von den Bundesländern. Gemeinsam mit Beiträgen von Unternehmen in Höhe von rund 45,2 Millionen Euro und wissenschaftlichen Partnern von weiteren 4,9 Millionen Euro können Forschungsvorhaben im Gesamtumfang von 97,5 Millionen Euro umgesetzt werden.

Neben den beiden steirischen Zentren wurden auch das neue Zentrum ARC – Autonomic Resilience in Dynamic Networked Systems in Klagenfurt sowie das Linz Center of Mechatronics gefördert. Die Zentren adressieren Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Dateninnovation, fortgeschrittene Produktionstechnologien, Robotik, anspruchsvolle Materialien und Mobilitätstechnologien.

COMET gilt seit mehr als zwei Jahrzehnten als österreichisches Flaggschiff-Programm für anwendungsorientierte Spitzenforschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft. Für die Steiermark ist das Programm ein wesentlicher Hebel, um Forschungsergebnisse rasch in marktfähige Technologien, industrielle Anwendungen und hochwertige Arbeitsplätze zu überführen.

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