Auszeichnung steirischer Innovationsprojekte
Die Shortlist steht fest – jetzt geht’s ins Finale
Die heiße Phase des Innovationspreises Steiermark hat begonnen: Die Shortlist der 18 besten Einreichungen steht fest, unsere unabhängige ExpertInnenjury kürt daraus die sechs Siegerprojekte. Die Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt im April im feierlichen Rahmen.
Die steirische Innovationskraft zeigt sich einmal mehr: In den Themenschwerpunkten Digitalisierung und Nachhaltigkeit wurden jeweils drei herausragende Projekte in den Kategorien Kleinst- und Kleinunternehmen, Mittel- und Großunternehmen sowie F&E-Institutionen nominiert.
Die Auswahl erfolgte durch das Industriewissenschaftliche Institut Wien (IWI), das die Einreichungen unabhängig und fachlich fundiert nach Innovationsgrad, wirtschaftlicher Relevanz und Marktpotenzial bewertet hat.
Digitalisierung: Kleinst- und Kleinunternehmen
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arterioscope FlexCo
arterioscope.AI-ECG ist eine cloudbasierte MedTech-Software, die aus einem Standard-12-Kanal-EKG mittels KI nicht-invasive kardiovaskuläre Biomarker ableitet. So wird das Früherkennen und Monitoren von Herzinsuffizienz im Praxisalltag schneller, günstiger und breiter verfügbar.
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openmaind FlexCo
openmaind entwickelt einen herstellerunabhängigen AI Fleet Orchestrator, der mobile Robotik erstmals als gemeinsames, intelligent gesteuertes System nutzbar macht. Dadurch werden bestehende AMR-Flotten effizienter, flexibler und sicherer betrieben – mit messbaren Effekten auf Kosten, Durchsatz und Skalierbarkeit.
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plasoft GmbH
infinalyse ermöglicht die automatisierte Erfassung, Analyse und Nutzung von Produktionsdaten in Echtzeit. Durch intelligente Schnittstellen werden Prozesse vernetzt, optimiert und kontinuierlich verbessert. Dies gilt als Fundament für die Fertigung der Zukunft.
Digitalisierung: Mittel- und Großunternehmen
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Austria Technologie & Systemtechnik AG
AT&S hat ein Verfahren zur Einbettung von Halbleiterelementen in Leistungselektronik entwickelt, die es erlauben ultrakompakte Stromversorgungsmodule für Hochleistungsrechenzentren zu bauen. Damit können KI-Anwendungen und andere rechenintensive Aufgaben schneller und effizienter ausgeführt werden.
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pewag Schneeketten GmbH
Serea ist ein schlüsselloses Smartlock, das im Gegensatz zu anderen vollständig ohne Batterien oder externe Energiequellen auskommt. Secure – Reliable – Easy – Serea.
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Siemens Energy Austria GmbH
Die Siemens Energy Austria GmbH digitalisiert die gesamte Fertigung von Großtransformatoren am Standort Weiz. Das schafft Transparenz, Effizienz und bildet die Grundlage für KI-gestützte Entscheidungen – ein zentraler Schritt für die Zukunft eines global wettbewerbsfähigen Transformatorenstandorts in der Steiermark.
Digitalisierung: F&E-Institutionen
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Montanuniversität Leoben – Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Das Digital Waste Research Lab (DWRL) ist eine neuartige modulare großtechnische Forschungsinfrastruktur für digitale Abfallanalytik und -behandlung, die Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung verbindet, um Material- und Abfallströme sowie umwelttechnische Prozesse in Echtzeit zu erfassen und in ein intelligentes Ökosystem zu überführen. Die Anlage fungiert als Innovationshub und -motor für Projekte zahlreicher österreichischer Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen und bildet ein flexibles Forschungsinfrastrukturnetzwerk zur Entwicklung digitaler Lösungen für abfallwirtschaftliche Fragestellungen.
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Silicon Austria Labs GmbH
Zusammen mit Partnern entwickelt SAL ein neuartiges Batteriesystem (Hardware & Software) für den Einsatz im Luftfahrtbereich. Zu den Hauptinnovationen zählen die Integration von KI-Verfahren mit Quantensensoren, Elektrochemischer Impedanzspektroskopie (EIS) und speziell entwickelten On-Board-Ladegeräten. Kontext ist das europäische Forschungsprojekt „Archimedes“, in dem Techniken zur Lebensdauerverlängerung von Schlüsselkomponenten in elektronischen Systemen entwickelt werden, mit dem Ziel die typische Lebensdauer von 8.000 auf 120.000 Stunden zu heben.
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Universität Graz
GEOTEQ entwickelt eine modulare Multi-Sensor-Plattform zur automatisierten Erfassung, Übertragung und Analyse komplexer Umgebungsdaten, die insbesondere für die Überwachung von Naturgefahren wie Schneelawinen eingesetzt wird. Ziel ist es, datengetriebene Entscheidungen durch Echtzeitinformationen zu ermöglichen.
Nachhaltigkeit: Kleinst- und Kleinunternehmen
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BirdShades Innovations GmbH
BirdShades hat eine für Menschen unsichtbare Fensterfolie entwickelt, welche Glasflächen für Vögel sichtbar macht. So reduziert das Unternehmen effektiv Vogel-Fenster-Kollisionen und leistet einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
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Ecolyte GmbH
Im EIC Pathfinder-Projekt VanillaFlow (2023 – 2026) beschäftigt sich ein multidisziplinäres Team aus drei Ländern mit der KI-getriebenen Entwicklung von stationären, nachhaltigen und skalierbaren Energiespeichern. Hierbei werden alle Komponenten (Membrane, redox-aktive Moleküle, Elektrode) sowie die Steuerung der Batterie in der Batterie mittels KI erforscht und optimiert. Ziel ist es kritische Rohstoffe zu ersetzen und geopolitische Abhängigkeiten zu verringern. Die Ecolyte GmbH geht mit einer bahnbrechenden Papiermembrantechnologie ins Rennen.
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SUPASO GmbH
Die SUPASO GmbH entwickelt modulare Upcycling-Hubs, die es ermöglichen, aus Altpapier einen hochwertigen, biologisch abbaubaren Styroporersatz zu produzieren. Damit schafft das Unternehmen eine dezentrale, nachhaltige Lösung zur Substitution fossiler Verpackungsmaterialien.
Nachhaltigkeit: Mittel- und Großunternehmen
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Binder+Co AG
Metalle wie Kupfer, Zink, Aluminium sollen auch bei nicht klar erkennbaren farblichen Unterschieden voneinander getrennt werden, um sie in weiterer Folge in den Recycling-Kreislauf aufzunehmen. Dazu wurde die bestehende optische Sortiermaschine von Binder+Co mit KI-gestützten Funktionen weiterentwickelt um komplexere Informationen mittels neuronalen Netzwerken zur Sortierung zu nutzen.
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GIG Karasek GmbH
Mit dem innovativen CompriVAP-System realisiert GIG Karasek bei BASF die weltweit leistungsstärkste industrielle Wärmepumpe, die Abwärme aus einem Steamcracker in bis zu 50 MW CO₂-freien Prozessdampf umwandelt und damit jährlich rund 100.000 Tonnen Emissionen einspart. Dieses Leuchtturmprojekt zeigt, wie industrielle Abwärme durch innovative offene Wärmepumpentechnologie zu einer wertvollen Energiequelle wird und die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien entscheidend vorantreibt.
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Insort GmbH
Mit dem Bandsorter hat die Insort GmbH eine neuartige optische Sortiermaschine entwickelt, die erstmals eine allseitige Inspektion von feuchten und empfindlichen Lebensmitteln, wie frisch geschnittene Pommes Frites, in einem einzigen Sortierschritt ermöglicht. Dabei wird durch eine Kombination aus innovativer Mechanik, moderner Bildverarbeitung und KI-basierter Klassifikation eine Sortierleistung erreicht, die vergleichbare Sortiermaschinen in Effizienz, Hygiene und Nachhaltigkeit deutlich übertrifft.
Nachhaltigkeit: F&E-Institutionen
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Polymer Competence Center Leoben GmbH
Im eingereichten Projekt ist erstmalig die wirtschaftliche und großtechnische Herstellung von kreislauffähigen faserverstärkten und polymerbasierten Verbundmaterialien für die Luftfahrtindustrie gelungen.
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Technische Universität Graz, Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik
In dem Projekt werden skalierbare, nachhaltige und kosteneffiziente Beschichtungstechnologien zur Herstellung ultradünner, elektrochemischer Funktionsschichten von Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) in Brennstoffzellen und Elektrolyseuren entwickelt. Dadurch wird die Grundlage für eine industriell reproduzierbare MEA-Produktion geschaffen, die vollständig in Österreich erfolgt.
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Virtual Vehicle Research GmbH
Das BATTCAVE ist ein Batteriesicherheitslabor der Virtual Vehicle Research GmbH und befasst sich mit Prüfmethoden für Lithium-Ionen-, Natrium-Ionen- und Post-Lithium-Batterien. Durch Gasanalysen und selbst entwickelten Prüfständen trägt das Labor zu einem besseren Verständnis der Sicherheit dieser Technologien bei.
Das ist INNOVATION für die GewinnerInnen des Innovationspreises Steiermark 2025
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