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Motivation und Persönlichkeit

von Abraham Maslow

Die "Maslow-Pyramide" gehört zu den einflussreichsten Theorien zum Thema Motivation. Um MitarbeiterInnen zu motivieren, ist es notwendig ihre Bedürfnisse vom Essen bis zur Selbstverwirklichung zu kennen und gezielt zu erfüllen.

Der Mensch ist nach Maslow durch eine aufsteigende Bedürfnishierarchie gekennzeichnet, die er/sie schrittweise zu befriedigen sucht:

Ganz unten stehen körperliche Grundbedürfnisse: Hunger, Durst, Sexualität und Schlaf. Um MitarbeiterInnen nicht nur motiviert sondern überhaupt erst leistungsfähig zu machen, sollten diese Bedürfnisse erfüllt sein. Ausreichende Verpflegung, Pausen und Erholungsräume können hier geeignet sein.

Sicherheitsbedürfnisse: Sind die körperlichen Bedürfnisse befriedigt, entsteht im Menschen ein Bedürfnis nach Sicherheit. Wenn ich in unsicheren Umständen leben muss, wünsche ich Absicherung vor Gefahren wie Verlust des Arbeitsplatzes, finanziellem Ruin u.a. Um dem zu entgehen, werden etwa Versicherungen oder Spareinlagen angelegt.

Soziale Bedürfnisse: Menschen sehnen sich in der Regel danach, in funktionierende Gemeinschaften eingebunden zu sein. Familie und Freunde zählen hierzu, möglicherweise aber ebenso die ArbeitskollegInnen, was durch soziale Events (z.B. Firmenausflug) noch gesteigert werden kann.

Selbstachtungsbedürfnisse: Der einzelne Mensch strebt auch nach Werten wie Anerkennung in der Gemeinschaft, die er/sie durch Statussymbole ausdrückt oder in Form von Lob durch andere erhält.

Selbstverwirklichungsbedürfnisse: "Was ein Mensch kann, muss er tun." Diesen Drang nach Selbstverwirklichung sieht Maslow nicht nur bei KünstlerInnen, sondern bei allen Menschen, die ihren Interessen und Hobbys nachgehen und die sie zu einer zufriedenstellenden Lebensführung benötigen.

TIPP: Überlegen Sie, wie Sie in Ihrem Betrieb gezielt Bedürfnisse auf den unterschiedlichen Ebenen befriedigen können, um die MitarbeiterInnen zu motivieren, die Zufriedenheit und in weitere Folge die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Beachten Sie jedoch, dass ein nahezu erfülltes Bedürfnis kaum noch als Belohnungsinstrument eingesetzt werden kann und man die Dosis ständig steigern muss, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Wer eine Stufe der Leiter erklommen hat, wird diese als selbstverständlich betrachten und die Erfüllung stellt keinen Anreiz zur Motivationssteigerung mehr dar.

Maslow, Abraham H.: Motivation und Persönlichkeit, Rowohlt Tb, 2002.
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