Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG - Home
23. August 2018

Steiermark-Auftritt beim Forum Alpbach 2018

Gerd Holzschlag, Barbara Eibinger-Miedl, Georg Knill
Gerd Holzschlag, Barbara Eibinger-Miedl, Georg Knill 

Der diesjährige Mobilitätsschwerpunkt der innoregio styria-Präsentation zeigt die Zukunft des autonomen Fahrens, die Verwendung von Holz im Fahrzeugbau, den Einsatz von Drohnen zur Paketzustellung sowie deren akustische Detektion und Lokalisation.

„Die Steiermark ist mit einer F&E-Quote von 5,14 Prozent das Forschungsland Nummer eins in Österreich und eine der innovativsten Regionen Europas. Das wesentliche Erfolgsgeheimnis ist die herausragende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die innoregio styria und der gemeinsame Auftritt unserer Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Alpbach sind der beste Beweis dafür. Heuer werden Innovationen aus der Mobilitätsbranche präsentiert, mit denen wir auch zeigen, wie die Steiermark die Chancen der Digitalisierung nutzt!“, so Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung

Das steirische Innovationsnetzwerk innoregio styria vereint forschende Unternehmen, universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitutionen. Als Koordinatorin des steirischen Forschungsauftritts bei den Technologiegesprächen in Alpbach widmet sich die innoregio styria in diesem Jahr dem Thema „Autonome und digitale Systeme“. „Die Steiermark ist ein Forschungsland und ist geprägt vom einzigartigen Vernetzungsgedanken forschender Institutionen. Im letzten Jahr wurden insgesamt 2,23 Milliarden EUR in Forschung und Entwicklung investiert, drei Viertel davon kommen aus der Industrie. Welcher Output damit erzielt wird, belegen die Projekte, die hier in Alpbach gezeigt werden. Sie sind beste Beispiele für die Übersetzung von steirischem Know-how in Innovationen und Hightech“, so Georg Knill, innoregio styria Vorsitzender und IV-Steiermark Präsident.

Hoher Stellenwert für F&E – auch in Krisenzeiten
Dass Innovation und Forschung in der Steiermark nicht nur in Zeiten der Hochkonjunktur einen enormen Stellenwert haben, zeigte eine Analyse des JOANNEUM RESEARCH im Auftrag der innoregio styria. Steirische Industriebetriebe bauten – völlig antizyklisch – in den Jahren 2009 bis 2013 die F&E-Tätigkeiten kräftig aus. In diesem Zeitraum konnte eine Steigerung der betrieblichen Forschungsausgaben um +51 Prozent verzeichnet werden, beim F&E-Personal gab es einen Zuwachs von +27 Prozent. Für Georg Knill sind „Forschung und Entwicklung essentiell für eine Region, um wettbewerbsfähig zu bleiben und langfristig erfolgreich agieren zu können – ohne Innovation und F&E kein Wachstum.“ Knill weiter: „Wissenschaftliche Erkenntnisse in wirtschaftliche Geschäftsmodelle zu übertragen, ist eine zentrale Herausforderung. Die effiziente Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen wie es in der Steiermark der Fall ist, spielt dabei eine Schlüsselrolle.“

Weitgreifender Kooperationsgedanke
In der Steiermark sind über 500 F&E-Einrichtungen angesiedelt zudem gibt es an 25 der insgesamt 39 COMET-Zentren eine steirische Beteiligung. Das vernetzte Innovationsland Steiermark spiegelt sich auch im Alpbach-Auftritt wider. Der diesjährige Schwerpunkt „Autonome und digitale Systeme“ wird in der Kooperation der innoregio styria, der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG und dem ACstyria Mobiltätscluster präsentiert. Die Steiermark gilt österreichweit als Pionierin der Cluster-Strategie: In den steirischen Clustern sind heute über 1.000 Partnerinstitutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfolgreich miteinander vernetzt.


Automatisiertes Fahren, mobiles Holz und Drohnen als Highlights in Alpbach
Bereits zum siebten Mal koordiniert die innoregio styria die Präsentation steirischer Innovations-Highlights bei den Technologiegesprächen in Alpbach. In diesem Jahr werden folgende Projekte gezeigt:

VIRTUAL VEHICLE und Infineon: Sensor-Demonstrator für automatisiertes Fahren
Das Forschungszentrum VIRTUAL VEHICLE und Infineon zeigen einen Radar/LiDAR-Demonstrator und innovativen 3D-Imager für das Fahrzeugumfeld. Jost Bernasch, Geschäftsführer des VIRTUAL VEHICLE: „Wir forschen derzeit in über 30 europaweiten Projekten und sind als COMET Exzellenzzentrum zum Thema „Digital Mobility“ mit über 100 Industrie- und Wissenschaftspartnern weltweit eng verbunden. Bei den Technologietagen in Alpbach zeigen wir am Beispiel innovativer Sensornetzwerke, wie in der Steiermark internationale Kompetenz gebündelt wird – von der Entwicklung weltweit führender Spitzentechnologie und komplexer Systeme bis hin zum Testen von Gesamtsystemen.“
Stefan Rohringer, Vice President des Infineon Design Center Graz: „Mit Radar, LiDAR und 3D Kameras sowie dem „intelligenten“ Reifen entwickelt Infineon sämtliche Sensoren, die für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und für autonom fahrende Fahrzeuge notwendig sind. Damit ist Infineon in einem weltweit sehr dynamisch und stark wachsenden Markt einzigartig positioniert. Infineon spielt eine führende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Mobilität.“

TU Graz: Autonome Paketzustellung im ländlichen Raum
Post AG, SFL und TU Graz erprobten autonome Transportlogistik in Berggebieten mittels Drohnen. „Autonome Fahrzeuge zu Luft und Land sind ein aktives Forschungsgebiet der TU Graz. Drohnen und Fahrzeugen das Sehen und Denken beizubringen, ist das Ziel einer Forschungsgruppe, die sich mit der Spezialisierung auf die Themen Bildverarbeitung, Maschinelles Lernen, Objekterkennung und 3D-Rekonstruktion internationale Sichtbarkeit erarbeitet hat“, sagt Horst Bischof, Vizerektor für Forschung der TU Graz. Eine mit Post bestückte Drohne steuert beispielsweise autonom einen entlegenen Bergbauernhof an und landet punktgenau auf einer codierten Matte. Für die Intelligenz der Drohnen, sorgt die TU Graz. Startpunkt der autonomen Drohne ist ELI, ein von SFL für Community Tasks entwickeltes E-Fahrzeug.

JOANNEUM RESEARCH: Akustische Detektion und Lokalisation von Drohnen
„Ich freue mich, dass wir uns auch heuer wieder als Partnerin der Innoregio in Alpbach präsentieren dürfen. Besonders, weil dadurch bei dieser Gelegenheit auch die in der Steiermark gut funktionierende und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wirtschaft, Politik und Forschung an zukunftsweisenden Entwicklungen und Projekten gezeigt werden kann,“ so Wolfgang Pribyl, Geschäftsführer JOANNEUM RESEARCH. DIGITAL, das Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien, stellt aus dem Forschungsbereich „Intelligente Akustische Lösungen“ intelligente Mikrofon-Arrays vor, die, beispielsweise das Herannahen von unbemannten Flugobjekten anzeigen und lokalisieren können. Außerdem wird von POLICIES – Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung ein Arbeitskreis zum Thema „Ungleichheit und Resilienz in der digitalen Ökonomie“ gestaltet.

Holzcluster Steiermark: Holz trifft auf Fahrzeugtechnologie
Innovative Möglichkeiten zur Verwendung von Holz in neuen Anwendungen (z. B. im Auto) werden anhand eines Modells des Projektes „WoodC.A.R. – Computer Aided Research“ dargestellt. „Computersimulationen sind die Basis für den universellen Einsatz von Werkstoffen. Im Rahmen des Projektes „WoodC.A.R. – Computer Aided Research“ werden Grundlagen geschaffen, um Holzwerkstoffe digital berechenbar zu machen. Durch computerunterstütztes Engineering und Materialsimulation können diese bio-basierten Werkstoffe von Designern und Produktentwicklern in Zukunft auch im Mobilitätssektor (z.B. Autoindustrie) eingesetzt werden“, so Erhard Pretterhofer, Geschäftsführer des Holzcluster Steiermark.


Rückfragehinweis: 
Mag. Nina Zechner
0664/8168668
nina.zechner@iv.at

Foto: Innoregio Styria/APA-Fotoservice/Pichler // Fotograf/in: Birgit Pichler


«  September 2018  »
MoDiMiDoFrSaSo
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930