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28. Februar 2017

Wo Fische Fahrrad fahren…

…und Männer Schmetterlingsflügel tragen ist nicht nur Platz für Selbstgeschriebenes, sondern auch für kreative Interpretationen und eigene Träume.
(c) pabuku
(c) pabuku 

  • Ulla Klopf und Ute Baurecker
  • „Pabuku – The Queer Paperie“
  • Grußkarten auf nachhaltigem Papier, in kompostierbaren, transparenten Hüllen
  • Messe Paperworld in Frankfurt: Neukunden in Spanien, Griechenland, Schweden, Niederlande, USA
  • 6. und 7. Juni „Progressive Greetings Live“ in London: größte Fachmesse ausschließlich für Grußkarten
  • Auszeichnung in der Kategorie „Illustration in diversen Anwendungen“ beim int. Joseph Binder Award 2016 für Grafikdesign und Illustration
  • 2. Platz Nonbook Award Publikumsvoting der Frankfurter Buchmesse 2016
  • Die Steirische Wirtschaftsförderung SFG unterstützt PABUKU mit der Förderungsaktion Welt!Markt bei Internationalisierungsaktivitäten.
  • Sauerbrunnstraße 17
    8510 Stainz / Austria / Europe
  • Tel: 066488226655
  • e-mail: info@pabuku.com
  • web: https://queer-pabuku.com/

Mit dem Klingeln der Türglocke betritt die Kundin das nostalgische Schreibwarengeschäft und wird schlagartig zurückversetzt in eine Zeit, wo Worte noch zu Papier gebracht wurden – Papier, das die Frau nun in Form einer Grußkarte ehrfürchtig zwischen ihren Fingern hält. Sie sucht etwas Passendes für die Konfirmation ihres Patenkindes und wird bei einem ganz besonderen Stück fündig. Da zeigt eine mittelalterliche Jeanne d’Arc auf einen überdimensionalen Kelch, aus dem Ideen sprudeln – mit einem Lichtschwert, das ins Bild quasi hinein retuschiert wurde. „May the fabulous be with you“, steht über der Zeichnung – genau das richtige für den jungen Darth Vader-Fan, wie die Frau meint.

Auf nach England

Sie hat verstanden, worum es Ulla Klopf aus Stainz ging, als diese gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Ute Baurecker dieses und die mittlerweile über 50 anderen Motive für ihre Grußkarten kreierte: sie sollen mehrere Ebenen ansprechen und viel Spielraum für eigene Interpretationen lassen. Warum? Weil sich die Designerinnen mit ihrem Label „Pabuku – The Queer Paperie“ von den vielen Fischen im großen Teich des Grußkartengeschäftes abheben möchten. Mit Symbolen und Texten mit Herz und Hirn, die etwas aussagen sollen und deren Details man oft erst auf den zweiten Blick erkennt. Da fahren Fische auf Fahrrädern, werden Manatees und Känguruhs zu Einhörnern, heiraten Frau und Frau und Mann und Mann – ein „queerer“ Kontext zieht sich durch viele der Motive, die sie mit großem Aufwand herstellen: alte Motive aus der Buchdruckzeit werden zusammengesetzt und abstrakter gestaltet, kleine Details mitunter verändert und hinzugefügt. Mit sinnhaften Sprüchen – englischsprachig, mit Kurs auf den boomenden, britischen Grußkartenmarkt, den es für die Designerinnen zu erobern gilt. Weil dort die „Kartenschreibkultur“ noch hochgehalten wird und nicht nur Hipster die Welt des geschriebenen Wortes wieder neu entdecken.



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