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16. August 2017

Sicherheit im Schwerverkehr

Zu breit, zu schnell, zu schwer. Der LKW-Verkehr nimmt immer mehr zu und ist eine echte Belastung für die Infrastruktur und die Verkehrssicherheit. Ein heimisches Unternehmen macht Straßen auf der ganzen Welt sicherer.
(c) ROC
(c) ROC 

  • Die ROC Systemtechnik GmbH ist eine Gründung von Rigobert Opitz. Das Consulting- und Entwicklungsunternehmen hat sich auf automatisierte Verkehrssicherheits- und -überwachungssysteme spezialisiert.
  • ROC-Technik wird in Deutschland, Österreich, Korea und Tansania eingesetzt, um überladene LKWs noch während der Fahrt zu erkennen, überbreite Schwerfahrzeuge im Verkehrsfluss zu lokalisieren, die Unfallbearbeitung der Polizei zu automatisieren oder effizient Maut einzuheben.
  • Die neueste Entwicklung des Unternehmens ist der WIM-Sensor (Weight In Motion), der ganz einfach in die Asphaltdecke der Straße eingebettet werden kann und in Sekundenbruchteilen Achslast und Geschwindigkeit eines LKWs feststellt.
  • Gründungsjahr: 2008
  • Mitarbeiteranzahl: 10
  • ROC GmbH, Raiffeisenstraße 214, A-8041 Graz
  • Web: http://www.rocgmbh.com/

Über die am stärksten belasteten Autobahnabschnitte in Österreich fahren fast 14.000 LKWs – jeden Tag. Und jeder von ihnen hat bis zu 40 Tonnen Gewicht. Das setzt die Fahrbahn buchstäblich unter Druck und ist eine enorme Belastung für die Infrastruktur. Und für die Verkehrssicherheit. Überladene Fahrzeuge bremsen schlechter, und es kommt schneller zu gefährlichen Reifenplatzern. Für die Polizei ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, ob ein LKW zu schwer ist. Es werden mühsame Überprüfungen gemacht, bei denen alle Laster von den Autobahnen auf spezielle Wiegebereiche geleitet werden. Das sind dann natürlich immer nur Stichproben. Die Folge: viele zu schwere und gefährliche LKWs werden gar nicht erwischt. ROC macht Schluss damit.

Sofort alle Informationen

Das System des Grazer Consulting- und Entwicklungsunternehmens besteht aus speziellen 160 Sensoren in der Fahrbahn, die Geschwindigkeit und Achslast von jedem über sie fahrenden LKW registrieren, und aus diversen optischen Systemen. Die Polizei bekommt in Sekundenbruchteilen alle erhobenen Daten wie Achslast, Gesamtgewicht, Geschwindigkeit, das Kennzeichen und sogar ein Foto des LKWs. So kann sie gezielt die schwarzen Schafe aus dem Verkehr ziehen. Geplant ist der Einsatz dieses revolutionären Systems schon in Südkorea und Tansania. Dort ist auch das automatische webbasierte Informationssystem RAIS für die Unfallbearbeitung im Einsatz. Das macht die Arbeit der Polizei effizienter und hilft, gefährliche Straßenstücke und Verkehrssituationen zu definieren, um dort Sicherheitsmaßnahmen zu setzen. ROC arbeitet auch an  einem System zur automatischen Breitenmessung von Sondertransporten. Damit kann in Zukunft jeder zu breite LKW sofort erkannt werden, und lästige Tunnelsperrungen oder gefährliche Verkehrssituationen können vermieden werden. Für schnelles Vorankommen auf sicheren Straßen. Und das für alle Verkehrsteilnehmer.



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