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21. Januar 2019

Smart Services - Treiber für neue Geschäftsmodelle im Zeichen der Digitalisierung

v.l.: Christoph H. Wecht (Universität St. Gallen), Axel Puwein (Wirecard), Thomas Mrak (SFG), Peter Kastner (Telbiomed) 2. Reihe v.l.: Helmut Aschbacher (Smart Service Consultant), Martin Mössler (Science Park), Andreas Aldrian (AVL). Foto: SFG/Lunghammer
v.l.: Christoph H. Wecht (Universität St. Gallen), Axel Puwein (Wirecard), Thomas Mrak (SFG), Peter Kastner (Telbiomed) 2. Reihe v.l.: Helmut Aschbacher (Smart Service Consultant), Martin Mössler (Science Park), Andreas Aldrian (AVL). Foto: SFG/Lunghammer 

So nützt man Smart Services für neue Geschäftsmodelle

Innerhalb weniger Tage ausgebucht: Das Interesse an IMPULS>>LIVE-Veranstaltung „Smart Services: Treiber für neue Geschäftsmodelle im Zeichen der Digitalisierung“ am 16. Jänner 2019 war groß. Mit Christoph H. Wecht hat sich das von der SFG betriebene Smart Business Center Graz-West einen Experten von der Universität St. Gallen nach Graz geholt. Außerdem erläuterten steirische Unternehmen wie Wirecard CEE und AVL, wie sie Smart Services nutzen.

 

„Produktinnovationen reichen heute leider nicht mehr, um sich zu differenzieren, auch wenn das Jahrzehntelang anders war. Es gibt ganze Branchen, die in 15 Jahren wohl nicht mehr existieren", verweist Christoph H. Wecht etwa auf die Verbrennungsmotorenhersteller. Wecht kommt ursprünglich aus dem Maschinenbau und hilft seit 20 Jahren Unternehmen dabei, smarte Geschäftsmodelle auf die Straße zu bringen. Er ist Leiter des Bachelorstudiengangs Management by Design an der New Design University (NDU) in St. Pölten und hat einen Lehrauftrag für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen. Dort hat er bereits das Kompetenzzentrum für Open Innovation geleitet.

 

Alle Unternehmen profitieren vom Smart Business Center

Das Smart Business Center hat den Experten zur IMPULS>>LIVE-Veranstaltung „Smart Services: Treiber für neue Geschäftsmodelle im Zeichen der Digitalisierung“ nach Graz geholt, um die Potenziale von Smart Services aufzuzeigen. „Die Veranstaltung am 16. Jänner war innerhalb weniger Tage ausgebucht, auch das zeigt das große Interesse der Unternehmen am Thema Smart Service“, freut sich Zentrumsleiter Thomas Mrak. „Das Smart Business Center beheimatet innovative Unternehmen, die Smart Services bereits erfolgreich einsetzen. Und wir stehen auch Unternehmen darüber hinaus als Plattform zur Verfügung, etwa in dem wir Unternehmen mit Start-ups und Forschern vernetzen.“

 

Neue Geschäftsmodelle entwickeln

Keynoter Wecht zeigte sich bei IMPULS>>LIVE überzeugt: „Man kann sich heute nur mehr über Geschäftsmodelle differenzieren.“ Er betont, dass der Kundennutzen im Mittelpunkt stehen muss – es reiche auch in Zeiten der Plattform-Ökonomie nicht aus, „nur“ eine eigene Plattform zu machen. „Es geht um das Nutzerversprechen: Welchen Wert kann ich mit meiner Einzigartigkeit für ein Plattform-Ökosystem schaffen?“

 

Smart Services für den Zahlungsverkehr

Ein Unternehmen, das das Potenzial von Smart Services bereits für sich erkannt hat und erfolgreich nutzt, ist Wirecard CEE, Mieter im Smart Business Center (SBC) und auch bei IMPULS>>LIVE am 16. Jänner 2019 am Podium. Das Unternehmen hat sich auf die bargeldlose Zahlungsabwicklung im Fernabsatz (größtenteils E-Commerce) spezialisiert und bietet dabei Rundum-Services an. Kurzum: Man nützt die Möglichkeiten der Digitalisierung, um Händler im Fernabsatz ganzheitlich zu betreuen und proaktive Lösungen anzubieten – ein klassisches Smart Service.

 

Mehr Selbstverantwortung der Patienten durch Smart Services

Auch im Gesundheitssektor bieten Smart Services immenses Potenzial, wie Peter Kastner vom Grazer Standort des AIT Austrian Institute of Technology im Smart Business Center bei IMPULS>>LIVE am 16. Jänner erläuterte. Kastner ist auch einer der Geschäftsführer des Spin-offs telbiomed der AIT Austrian Institute of Technology GmbH, ebenfalls im SBC angesiedelt. Telbiomed übernimmt als Partner der AIT den Vertrieb und die Dienstleistungen rund um die Telegesundheits-Innovation KIT Telehealth, das bei AIT entwickelt wurde und bereits in der realen Gesundheitsversorgung eingesetzt wird: Von den Tirol Kliniken ist der Routinebetrieb im gesamten Bundesland Tirol vorgesehen, vom LKH Hochsteiermark (Bruck, Leoben und Mürzzuschlag) im Rahmen eines Pilotprojekts sowie von der Versicherung für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) österreichweit.

  • Bei KIT Telehealth handelt es sich um ein System, mit dem Patienten Blutdruck, Blutzucker, Herzfrequenz und andere Gesundheitsdaten dokumentieren können. In laufender Abstimmung mit medizinischem Personal können damit das Wissen um die Therapie und die Eigenverantwortung des Patienten gefördert werden. Es hilft dabei, Besuche im Krankenhaus zu reduzieren.

 

Von der Automobil-Industrie bis hin zu Start-ups

Andreas Aldrian, Smart Service-Experte bei AVL List, zeigte bei IMPULS>>LIVE die Besonderheiten des Automotiv-Marktes im Kontext Smart Service bzw. Digitalisierung im Allgemeinen. Martin Mössler, Geschäftsführer Science Park Graz, fokussierte die Start-ups: „Die Automatisierung von Dienstleistungen ist in einer von Multichannel-Lösungen geprägten Welt wesentlich. Für Start-ups ist der Smart Service-Bereich deshalb bedeutsam, da in neuen Sektoren ‚first mover‘ mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit meist belohnt werden.“

 

Nähere Informationen: www.smartbusinesscenter.at



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