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Mission: Rettet den Schnee!

Snowfarming mit schwerem Gerät / Foto: Reicher
Snowfarming mit schwerem Gerät / Foto: Reicher 

  • „Snowfarming“, also das Lagern von Schnee über den Sommer, wird in einigen Regionen schon länger betrieben. Das Neue an diesem Projekt ist der ganzheitliche Ansatz zur möglichst hohen Energieeffizienz und Ressourcenschonung.
  • „Ökologisierung von Snowfarming“ ist ein gemeinsames Projekt des Baumeisters DI Bernhard Reichenbäck und dem Ingenieurbüro ECOsmart
     
  • Die Steirische Wirtschaftsförderung SFG unterstützte diese Machbarkeitsstudie „Ökologisierung von Snowfarming“ mit dem Innovationsförderungsprogramm Ideen!Reich.
  • Unmittelbar nach Erstellung der Studie erfolgte eine Pilotumsetzung bei der Jogllandloipe in St. Jakob. Dort wird der Schnee in einem drei Meter tiefen Depot, bedeckt mit einer etwa 50 Zentimeter dichten Schicht Sägespäne als Regenschutz, gelagert. Diese können etwa das Fünffache ihres Gewichts in Form von Wasser aufnehmen. Die Verdunstung des Wassers in den Sägespänen entzieht der Umgebungsluft Wärme und kühlt so das Schneedepot.

  • Jogllandloipe, Obmann Wolfgang Orthofer, Filzmoos 12, A-8255 St. Jakob im Walde
  • www.orthofer.at
    www.ecosmart.at
    www.bauplanung.at
 

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Besonders am Anfang der Saison plagt Schneemangel die Skigebiete. Ein bemerkenswertes Projekt im Joglland hat dem grünen Winteranfang mit ökologischen Mitteln den Kampf angesagt.

Jeder Wintersportfan kennt das Problem: Gerade zu Winterbeginn, wenn man so richtig motiviert ist und sich auf die ersten Skitage freut, gibt es keinen Schnee. Zum künstlichen Beschneien ist es zu warm, die Pisten bleiben grün und Ski-Openings müssen abgesagt werden. Zurück bleiben enttäuschte Wintersportfans und in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohte Tourismusorte. Und der Klimawandel macht das Problem immer größer. Deshalb haben sich ein Baumeister, ein Ingenieurbüro und ein Loipenbetreiber zusammengetan, um schneesicher in die Wintersaison starten zu können. Die Idee dahinter: Anlegen eines Schneedepots im Hochwinter, wenn die Bedingungen zum Schneemachen ideal sind und Lagerung des Schnees über den Sommer, damit er zu Beginn der Wintersaison bereitsteht, im Fachjargon „Snowfarming“ genannt.

Schnee über den Sommer zu retten, klingt verwegen, besonders weil das Projektteam sich ein Ziel gesetzt hat: es dürfen keine chemischen Zusätze eingesetzt werden. Also wurde an allen erdenklichen Parametern geforscht. Idealer und energieeffizientester Zeitpunkt der Schneeerzeugung, Art des Transports ins Schneedepot, Standort des Depots, Art und Form der Lagerung sowie Abdeckung des Schneedepots und vieles mehr. Es wurde quasi an jedem Rädchen des Verfahrens geschraubt. Das Ergebnis nach monatelanger Forschung: Lösungsansätze für weniger Energieeinsatz als bei üblichen Snowfarming-Methoden, und es kann mehr Schnee über den Sommer gerettet werden. Über das Ergebnis der Schneerettungsaktion kann ab Ende November jeder mit seinen Langlaufskiern auf der Jogllandloipe gleiten, da dort unmittelbar nach Erarbeitung der Lösungsansätze eine Pilotumsetzung erfolgte.




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