Lessons learned
Pros
- Mit der flexiblen Arbeitszeiteinteilung bewegt man sich rechtlich im grünen Bereich, lässt allerdings den MitarbeiterInnen genügend Handlungsspielraum, um ihre Arbeit zu erledigen.
- Durch die Vorgabe von realistischen inhaltlichen Zielen liegt auch bei den MitarbeiterInnen der Fokus stärker darauf, diese Vereinbarungen zu erreichen. Die Einteilung der Tätigkeiten erfolgt selbstständig und völlig frei.
- Die Arbeitszeit wird dadurch automatisch an die Auftragslage angepasst. Da die Vereinbarungen langfristig im Vorhinein getroffen werden, kann sich sowohl die Firma als auch der bzw. die MitarbeiterIn gut auf die Gegebenheiten einstellen.
Cons
- Allgemein zum Arbeitszeitmodell ist zu sagen, dass das in die MitarbeiterInnen gesetzte große Vertrauen natürlich missbraucht werden kann. Jedoch ist es selbst bei physischer Anwesenheit der Personen ohnehin nicht möglich, genau zu kontrollieren, ob nun den ganzen Tag gearbeitet wird.
- In Kleinstunternehmen ist das Modell schwerer umsetzbar, da auf die Anwesenheit einzelner MitarbeiterInnen nicht so einfach verzichtet werden kann.
- Das Modell ist nicht sinnvoll, wenn im Unternehmen während des ganzen Jahres eine 100-prozentige Auslastung gegeben ist. Denn damit entfällt auch die Möglichkeit des Zeitausgleichs.
Lessons Learned
- In punkto Arbeitszeitmodell, aber auch in Bezug auf das Thema Vertrauen hat sich gezeigt, dass selbst das davor genutzte System gut funktioniert hat – damals hatte jeder noch selbst die Zeiten mitgeschrieben. Mit wachsender Unternehmensgröße und Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen war allerdings die Einführung einer elektronischen Zeiterfassung erforderlich.
- Als kleine Kontrollstufe dient die Einschränkung, dass es nur innerhalb der letzten 14 Tage möglich ist, die Arbeitszeiten nachzutragen. Damit wird einem willkürlichen Eintragen am Ende des Jahres – beispielsweise im Falle von zu wenig erbrachten Stunden – entgegengewirkt.
- Es hat sich als sinnvoll erwiesen, regelmäßige Kontrollen der Zeiten durchzuführen bzw. die Frequenz der Kontrollen zu erhöhen, wenn Probleme vermutet werden.
- Die innovativen Arbeitszeitflexibilisierungsmodelle erfordern eine optimale Jahresplanung, um die Abwesenheit einzelner MitarbeiterInnen gut auszugleichen.











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