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28. Juli 2010

Die tiefste Baugrube für die höchste Technologie in der Obersteiermark

Zwei Geschosse des Impulszentrums Rohstoffe sind unterirdisch. Die Grundfläche von 700 m2 wird so optimal genutzt. (Bild: R. Frankl.)
Zwei Geschosse des Impulszentrums Rohstoffe sind unterirdisch. Die Grundfläche von 700 m2 wird so optimal genutzt. (Bild: R. Frankl.) 

Bodenschätze – damit befassen sich sieben Institute der Montanuniversität Leoben. Kein Wunder also, dass deren neue Zentrale, das IZR, zehn Meter nach unten gebaut wird.

Forscher der Montanuniversität Leoben gehen bei ihren Untersuchungen gerne in die Tiefe. Ab dem Frühling 2011haben sie dazu besondere Gelegenheit. Dann ist nämlich das neue „Impulszentrum Rohstoffe“ (IZR) fertig gestellt und die sieben Institute und Lehrstühle des Department Mineral Ressources and Petroleum Engineering können ihre neue Forschungszentrale beziehen. Zwei Geschosse des neuen Gebäudes ragen unter die Erde, fünf sind über der Erde angesiedelt. So entstehen auf einer Grundstücksfläche von nur 700 m2mehr als 2.000 m2 Nutzfläche für die Spitzenforschung. Bauherr ist die Innofinanz, ein Tochterunternehmender Steirischen Wirtschaftsförderung SFG, die auch für die Errichtung, Verwertung und Betreuung der anderen steirischen Impulszentren verantwortlich ist.

„Wir investieren jetzt in Leoben rund 5,5 Millionen Euro für das neue Gebäude. Das IZR ist bereits das zweite Zentrum am Standort“, verweist Thomas Mrak, Impulszentren-Manager der SFG, auf das bereits bestehende Impulszentrum für Werkstoffe, das ebenfalls von der Montanuniversität in Leoben genutzt wird.

Derzeit laufen die Bauarbeiten auf der Großbaustelle nach Plan, auch die ersten Mieter sind bereits fixiert: Zum einen natürlich das Department Mineral Ressources and Petroleum Engineering mit seinen sieben Einheiten, das sich mit der Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung von Rohstoffen und Bodenschätzen beschäftigt.

„Mit dem neuen Gebäude geht unser langgehegter Wunsch in Erfüllung: die bislang dislozierten Einheiten im Rohstoffbereich an einem Ort zusammenzuführen. Damit wird Forschung entlang der Wertschöpfungskette möglich“, freut sich Peter Moser, seit 2006 Department-Leiter, auf die Zukunft.

Darüber hinaus finden auch Unternehmen mit Themenbezug Platz im neuen Impulszentrum. Bereits fixiert ist der Einzug des Materials Cluster Styria, der Firma FMI und der „Sandvik Mining School“: Der schwedische Multikonzern Sandvik ist mit 44.000 Beschäftigten eines der größten Bergbau- und Aufbereitungsunternehmen weltweit. Gemeinsam mit der Montanuniversität Leoben betreibt er diese „Schule“, in der Rohstoffingenieure ihr Know-how verfeinern können.



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