Zeit zum Handeln - Generationen-Management immer wichtiger für Unternehmen
- Zukunfts!Reich - Die Förderung für strategische Unternehmensentwicklung
- Wissens!Wert - Die Förderung für Wissens- und Innovationsmanagement
Im Jahr 2015 soll der österreichische Arbeitsmarkt kippen: Dann wird es erstmals weniger BerufseinsteigerInnen als altersbedingte BerufsaussteigerInnen geben. Sinkende Geburtenraten können mittelfristig zu einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften führen. Der demographische Wandel wird erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen, Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen haben.
Eine aktuelle Studie von Margret Beisheim, Lektorin an der WU Wien, und Karin Pape, Metrion Management Consulting- Frankfurt, beschreibt die Erfahrungen mit den Themen Demographie und Generationenmanagement von deutschen und österreichischen Unternehmen. Die befragten Unternehmen bestätigen, dass sie die Problematik des demographischen Wandels bereits erkannt haben.
Die teilnehmenden Betriebe weisen drei typische Altersstrukturen auf: Bei 62% der Befragten ist die Belegschaft zwischen 35 und 44 Jahre alt. 29% haben dagegen deutlich ältere MitarbeiterInnen, jede/r zweite Beschäftigte ist zwischen 45 und 54 Jahre alt. Nur acht Prozent der Betriebe sind „jungzentriert“: Ihre Belegschaft ist zwischen 25 und 34 Jahre alt.
Den größten Handlungsbedarf spüren die Betriebe in folgenden 3 Feldern:
- Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Aktualisieren von Wissen
- Binden von Fach- und Schlüsselkräften und
- Wissensmanagement sowie Know-how-Transfer
Bereits ein Viertel der befragten Unternehmen ist in mehreren dieser Handlungsfelder aktiv, vor allem im Gesundheitsmanagement und in der Arbeitszeitgestaltung. Die ArbeitgeberInnen, die bereits in mehreren dieser Handlungsfelder aktiv sind, gehören überwiegend dem produzierenden Gewerbe und den Kapitalgesellschaften ab 500 Beschäftigten an. Es ist zu vermuten, dass diese einen vorausschauenden strategischen Ansatz verfolgen.
Was tun nun Unternehmen um ihre älteren MitarbeiterInnen besser zu integrieren und zu motivieren? Gute Erfahrungen haben die befragten TeilnehmerInnen mit Gesundheitsprogrammen, flexiblen Arbeitszeitmodellen, zielgruppenspezifischer Weiterbildung, Mentoring- und Coaching-Programmen gemacht. Im Wissensmanagement haben sich vor allem altersgemischte Teams bewährt- also der Transfer von Erfahrungswissen auf den Nachfolger- oder der Einsatz erfahrener MitarbeiterInnen als interne TrainerInnen bewährt.
Es ist noch viel Aufklärung und Sensibilisierung erforderlich. Die Personalplanung muss sehr alterssensibel planen, das heißt, persönliche Fähigkeiten und Interessen müssen mit den Aufgaben im Unternehmen zusammenspielen. Generationenmanagement ist ein ganzheitliches Konzept mit einem Mix aus unterschiedlichen Aufgaben der Personal- und Gesundheitspolitik. Durch Generationenmanagement wird die Personalarbeit in Zukunft noch komplexer. Nicht nur große, auch kleine und mittelständische Unternehmen sollten sich möglichst bald den Herausforderungen stellen. So können sie die Auswirkungen der demographischen Veränderungen bewältigen und noch dazu Wettbewerbsvorteile erzielen.
Seit April 2010 ist es nun auch möglich den Aspekt des Generationenmanagement im Förderungsprogramm Zukunfts!Reich mit zu betrachten.
Das Förderungsprogramm Wissens!Wert unterstützt gezielt den Aufbau von Wissenstransfer in Unternehmen.










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