BIO 2010 in Chicago, Teil 3: Biomarker, Partnering und andere Geschäfte
Der dritte Tag der Österreicher auf der BIO in Chicago ist geprägt vom schönen Wetter in jeder Hinsicht – meteorologisch wie geschäftlich. Ortner Reinraumtechnik konnte erste Geschäfte abschließen, die Grazer Biobank als „Grundlagenressource“ zur Biomarker-Entwicklung stößt auf größtes Interesse.
Graz als Ausgangspunkt
Das Thema Biomarker ist in den diesjährigen Sessions besonders stark vertreten, was naturgemäß für die Leiterin der Biobank Grazer Meduni, Dr. Karine Sargsyan, ebenso erfreulich wie spannend ist. Und der gesamte Standort wird international wahrgenommen: Mit Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von klinischen Studien über die Biobank bis hin zum Pharmaceutical Engineering weckt der Biotech-Standort Steiermark bei internationalen Konzernen großes Interesse und lockt potentielle Partner nach Graz. Ein Ergebnis der Partnering-Gespräche sind bereits konkrete Termine für die nächsten Monate, um sich von der Infrastruktur rund um die Grazer Biobank ein persönliches Bild machen zu können.
Next generation Biomarker: Connection San Diego – Graz
Im Auftrag der Abteilung Headquater-Consulting der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG ist Mag. Andreas Marx auf der BIO. Und er nimmt den Ball nach einem Partnering des Clusters auf und führt mit interessierten Unternehmen Detailgespräche, etwa mit einem Start-up aus dem Raum San Diego, das Biomarker für Prostatakrebs herstellt. Dieses US-Unternehmen braucht zur Validierung seines Produktes Zugang zu einer Biobank und möchte in den nächsten 18 Monaten am europäischen Markt Fuß fassen und denkt bereits laut über eine Niederlassung nach ... Seit Kurzem ist auch Österreich eine Option für die Unternehmer aus San Diego.
Neue Erkenntnisse zum Thema Due Diligence
In einer Session zum Thema „Due Diligence, It’s NOT just the Science“ wurde von internationalen Experten, u.a. von Shawn Heidel (Eli Lilly) über die neuen Schwerpunkte bei einer Firmenübernahme in der Branche diskutiert. Wichtige Fakten sind dabei nach Auskunft der Experten die Dokumentation (vor allem ICH Q1 bis Q6), definierte Herstellprozesse der Produkte, die klinische Indikation sowie validierte Biomarker. In der Steiermark gibt es zur Beantwortung derartiger Fragen die dafür notwendigen Forschungseinrichtungen wie das RCPE und die Biobank.
Wie erging es der Biotech-Industrie im Jahr 2009?
Experten von Ernst&Young sowie Steven Burrill fassten die wichtigsten Fakten zusammen. Die Industrie war letztes Jahr resilient und es war extrem schwierig, an neues Geld heranzukommen. Generell standen Kürzungen der F&E-Budgets an der Tagesordnung, gleichzeitig suchten die Unternehmen nach neuen Modellen mit Nachhaltigkeit. Die Branche insgesamt hatte einen Einbruch von weltweit 11 Prozent zu verzeichnen. Im Vergleich zu anderen Branchen, in denen die Einbrüche bis zu 30 Prozent betrugen, kam man aber gut davon. Was neue Business-Modelle anlangt, bekommen laut Expertenmeinung in Zukunft vor allem Outsourcing- und Risk-Sharing-Modelle eine steigende Bedeutung.
Soviel zum dritten Tag, lesen Sie demnächst mehr!










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