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01. März 2010

Leoben: Innofinanz baut neues Impulszentrum für Rohstoffe

V. l.: Christian Knill, Spartenobmann Industrie Wirtschaftskammer, Landesrat Christian Buchmann, Bürgermeister Matthias Konrad, Rektor Wolfhard Wegscheider, SFG-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck
V. l.: Christian Knill, Spartenobmann Industrie Wirtschaftskammer, Landesrat Christian Buchmann, Bürgermeister Matthias Konrad, Rektor Wolfhard Wegscheider, SFG-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck 

Die Steiermark bekommt in den nächsten Monaten ein weiteres Impulszentrum: 5,5 Millionen Euro werden in das Impulszentrum Rohstoffe in Leoben investiert. Der Grund-stein für das neue Zentrum, das im Auftrag der Innofinanz, einer Tochter der SFG entsteht, wurde heute, Freitag, gelegt.

Es war ein kleiner, aber symbolischer Handgriff für die Zukunft der Steiermark als Technologie-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort: Am Freitag wurde in der Innenstadt von Leoben – an der Stelle des ehemaligen Stadtsaales – der Grundstein für das neue Impulszentrum Rohstoffe gelegt.

Raum für Forschung
Im Auftrag der Innofinanz, einer Tochterfirma der SFG, entsteht um 5,5 Millionen Euro ein Zentrum für Forschungs- und Laboreinrichtungen, das von der Montanuniversität Leoben, Institutionen für außeruni-versitäre Forschung und Ausbildung sowie Unternehmen besiedelt werden wird. „In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Rohstoffen weltweit geradezu explodiert. Sie spielen eine immer wichtige-re Rolle in der Wertschöpfungskette. Das Impulszentrum Rohstoffe (IZR) entsteht in der großen Tradition der Forschungsschwerpunkte in der Obersteiermark und zeigt, dass Innovation Impulse für Wachstum auslöst“, betonte Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann anlässlich der Grundsteinlegung.

Neue Akzente
Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen in knapp einem Jahr die ersten Mieter im Impulszentrum Rohstof-fe einziehen und an der Schnittstelle zwischen Universität und Wirtschaft neuen Schwung entfalten. „Rohstoffe und Energie sind die zentralen Zukunftsthemen“, verwies der Rektor der Montanuniversität Leoben, Wolfhard Wegscheider, auf das ökonomische Potenzial. Während andere Uni-Standorte die Be-deutung ihrer Rohstoff-Forschung reduziert haben, „setzen wir in Leoben genau in diesem Bereich wichtige Akzente. Die beiden Impulszentren, Rohstoffe und Werkstoffe, ergänzen sich infrastrukturell hervorragend.“ Das IZR soll unter anderem verschiedene Einheiten aus der Rohstoff-Forschung zusammenführen, Technik-, Labor- und Versuchsflächen bündeln, Forschungs- und Technologiekooperationen zwi-schen Universität und Unternehmen fördern sowie ein umfangreiches, praxisnahes Ausbildungsangebot für Unternehmen anbieten.

Die Montanuniversität Leoben wolle der Industrie damit eine klare Vorwärtsstrategie signalisieren, er-gänzte Martha Mühlburger, die als Vizerektorin und Geschäftsführerin des Materials Clusters wesentliche Vorarbeiten für das Impulszentrum geleistet hat. „Wir können mit diesem Zentrum wissenschaftliche Einheiten, Institutionen für den Technologietransfer und praxisnahe Ausbildung unter einem Dach an-siedeln und somit die Kompetenz bündeln.“ Auch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl wies in einer schriftlichen Grußadresse darauf hin, dass das neue Zentrum dazu beitragen werde, Forschung und Entwicklung zu intensivieren und zukunftsweisende Impulse zu setzen“.

Visitenkarte für die Stadt
Im Impulszentrum Rohstoffe – in unmittelbarer Nähe des sehr erfolgreichen Impulszentrums Werkstoffe – sollen massive und schwere Forschungs- und Laboreinrichtungen wie Gesteinssägen, Pressen oder die Ausstattung für Schwerlastversuche ebenso Platz finden wie Beton-, Klima-, Wetter- und Chemielabore. Interesse besteht zudem von international renommierten Unternehmen aus dem Rohstoffbereich, sich im Rohstoff-Zentrum auf einer der sieben Geschossflächen einzumieten.

„Die Montanuniversität Leoben ist eine Visitenkarte auch für die Stadtgemeinde Leoben“, freute sich Leobens Bürgermeister Matthias Konrad über die weitere räumliche Ausdehnung der Universität und ihr vorgelagerter Institutionen. „Das neue Impulszentrum Rohstoffe beweist wie viele andere Einrichtungen, dass nicht nur die Vergangenheit der Stadt, sondern erfreulicherweise auch ihre Gegenwart und Zukunft von montanistischer Kompetenz positiv beeinflusst werden.“ Wo die Stadtgemeinde es könne, unter-stützte sie diese Initiativen wie auch bei diesem Projekt.

Die aktive Beteiligung des Stadtoberhauptes bei der Grundsteinlegung mit einer Maurerkelle gehörte in diesem Fall ebenso dazu wie die Mithilfe anderer Ehrengäste – unter ihnen Burghard Kaltenbeck von der Steirischen Wirtschaftsförderung und der Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer, Christian Knill – mit kleinen, aber symbolischen Handgriffen für die Zukunft des Technologiestandortes Steiermark.



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