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Aktuelles
05. Februar 2010

Designing the Creative Societies of the Future

Die dritte Auflage der Creative Industries Convention am 4. Februar 2010 in der Helmut-List-Halle befasste sich mit dem Thema des „social media networking". Was kommt nach dem Web 2.0, wohin bewegt sich das Internet? Erstmals fanden zusätzlich zur Convention bereits am Vortag Workshops mit internationalen Experten statt, die den Nutzen dieser Medien für Kreative neu definierten.

Sind Facebook, Twitter, YouTube und Co bereits überholt? Der Hype rund um das Web 2.0 hat längst den Mainstream erreicht, die Initiatoren des Web 2.0 – die Kreativen – müssen sich wieder neu orientieren. Ihr Platz gehört neu definiert. „Das hohe kreative Potenzial in der Steiermark bildet ein Stärkefeld, das für die Zukunft unseres Landes bedeutend ist. Im Zusammenspiel von kreativer Dichte, Innovationsgeist und hoher Lebensqualität verfügen wir über wertvolle Komponenten, die für die dynamische Entwicklung der Region und den Ausbau des Standortes im internationalen Wettbewerb wichtig sind", sagt Wirtschafts- und Innovationslandesrat Christian Buchmann. Das Wirtschaftsressort des Landes Steiermark hat es sich in der Wirtschaftstrategie „Innovation serienmäßig" zum Ziel gesetzt, die Steiermark zur Meisterin der am Markt umgesetzten Innovationen zu machen.

Die CREATIVE INDUSTRIES STYRIA in ihrer Rolle als Impulsgeber für die Wirtschaft und als Innovator für die Gesellschaft wandte sich in ihrer Convention 2010 der Zukunft des Internet und diesen neuen Herausforderungen zu. Der Nutzen der digitalen Medien und Netzwerke für die Kreativen wurde in den Workshops neu definiert, der CIS gelang es, dafür internationale Top-Experten zu gewinnen. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus den drei Workshops mündeten in die Convention. Die neuen Zugänge und Werkzeuge sollen in Zukunft ein weiterer, selbstverständlicher Baustein für die heimische Kreativwirtschaft werden, die es ermöglichen weiteres Potenzial auszuschöpfen und das Standing der Kreativen zu verstärken.

Der Science-Fiction-Autor, Aktivist und Blogger Cory Doctorow (UK, craphound.com) zeichnete in der Keynote-Speech der Convention ein anregendes und kontroverses Bild der „Creative Societies der Zukunft" , gefolgt von einem Talk mit den Lead Experts der Workshops – Steve Rogers (UK),Andrea Goetzke (DE) und David Sasaki (US) mit Andreas Hirsch (A), der als Kurator für die Convention 2010 verantwortlich zeichnet.

„Die Creative Industries sollten in der Gestaltung der ,creative societies of the future‘ eine aktive Rolle spielen. Sie haben die Chance, daran mitzuarbeiten, dass nicht nur Leben und Arbeiten für Menschen in der Kreativwirtschaft, sondern für alle Menschen in Kultur und Wirtschaft lebenswert und erfolgreich gestaltet wird", erklärt CIS-Geschäftsführer Eberhard Schrempf, „da geht es um Orientierung und Positionierung im Web der Zukunft genauso wie um die richtige Balance im zeitgemäßen Umgang mit Urheberrechten – den eigenen und denen anderer. Es geht auch um die Neudefinition der eigenen Rolle in kreativen Prozessen, eingebettet in globale Wertschöpfungsketten, die sich laufend neu konfigurieren".

Doch auch die kreative Arbeit selbst wird sich verändern. Sie wird vom Geniestreich des Einzelnen zu einer Teilnahme in einem Netzwerk Vieler. Diese Entwicklung wird nicht ohne ein neues Verständnis der eigenen Rolle der Kreativwirtschaft im Internet der Zukunft möglich sein.



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