Barrieren bei Wissenstransfer abbauen
Das war das Motto der gestrigen experience plus-Veranstaltung "Wissen - Technologie - Transfer" des Wissensmanagement Forum in Kooperation mit dem Enterprise Europe Network im Impulszentrum Grambach.
Gelungener Wissenstransfer wird durch ein effizientes Innovationssystem wesentlich unterstützt. In der Steiermark wird dieses neben der stattlichen Anzahl von innovierenden Unternehmen, Ausbildungs- und Forschungsstätten nicht zuletzt auch von den Clusterorganisationen, Kompetenzzentren und Impulszentren gebildet. Darauf, dass sich an solchen neuralgischen Punkten auch das Wissen „clustert“, verwies Univ.Prof. Michael Steiner in seinem Referat. Mit einer Innovationsquote von 63,2 % liegt unser Bundesland hier ausgezeichnet. Jüngste Analysen mithilfe der sozialen Netzwerkanalyse zeigen zudem, dass beim Informationsaustausch innerhalb von Clustern v.a. auch informelle Lernprozesse (soziale Netzwerke, Clubs u.Ä.) eine bedeutende Rolle spielen.
Wissenstransfer in der Produktentwicklung
Der Austausch von Wissen hält sich auch nicht an Regionengrenzen. Dass gerade der Regionalraum Südostösterreich starke Austauschbeziehungen pflegt, wurde am Vortrag von Roland Waldner von Philips Consumer Lifestyle in Klagenfurt deutlich. Mehrfach hat Philips bereits am Product Innovation Project der TU Graz teilgenommen und dabei mit Studierenden so manches innovative Produkt geschaffen. Deutlich wurde zudem, dass Wissenstransfer nicht nur zwischen ExpertInnen stattfindet, sondern – ganz im Sinne des Open Innovation-Ansatzes – zunehmend die aktive KonsumentInnenbeteiligung in der Produktentwicklung verstärkt wird.
Unterstützung für den Wissenstransfer
Aus zahlreichen Studien geht hervor, dass Unterstützung ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Technologie- und Wissenstransfer darstellt. „Gerade in diesem Bereich verfügt die Steirische Wirtschaftsförderung über geeignete Instrumente von persönlicher Beratung bis zu Förderungen“, wie der Verantwortliche für die Leitlinie Innovation Michael Kerschbaumer betonte. Von niederschwelligen Hilfen für die Durchführung von Diplomarbeiten bis zu groß angelegten Forschungskooperationen reicht hier die Palette. Nicht zuletzt konnte er auch einen ersten Einblick in die neue Online-Plattform „technologie.at“ geben, die als zentrale erste Anlaufstelle für den Wissenstransfer in der Steiermark etabliert werden soll.
Den Abschluss bildete ein Workshop unter der Leitung von Robert Gutounig und Roland Winkler vom Wissensmanagement Forum, die die Frage nach positiven Faktoren des Wissenstransfers stellten. Die Ergebnisse und Vorschläge aus dem Workshop (darunter auch radikale Vorschläge wie „Patente abschaffen!“) wurden gesichert und werden zur Verbesserung der Transferinstrumente herangezogen. Der Abend klang bei gelebtem Wissenstransfer in anregenden Gesprächen am Buffet aus.












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