MURCHEMIE Leimüller & Komp. G.m.b.H
Die Firma MURCHEMIE Leimüller & Komp. G.m.b.H ist in den Sektoren Konstruktion, Werkzeugbau und Kunststoffverarbeitung tätig. Die Spezialisierung in Richtung CAD/CAM- Technologie ist die Basis für die Entwicklung und Fertigung ausgereifter Komponenten. Werkzeugänderungen, Werkzeugkorrekturen und Reparaturen werden direkt im Haus durchgeführt. Mit der (2K)- Mehrkomponenten Spritzgusstechnik ist das Unternehmen in der Lage den neuesten Trend der Spritzgussverarbeitung anzubieten. Für das "Finishing" bietet MURCHEMIE Design-Komplettlösungen durch modernste Tampoprint- und Siebdruckanlagen.
Im Gespräch mit Herrn Peter Egger, Leiter des Bereichs Finanzen & Controlling:
1. Welches Weiterbildungserlebnis hat Sie persönlich bisher am meisten beeindruckt und von welcher Qualifizierungsmaßnahme haben Sie am meisten profitiert?
Wissen ist letztendlich nur dann von Nutzen, wenn es gelingt andere Menschen davon zu überzeugen. Kommunikationswerkzeuge sind daher für die Arbeit mit Kunden, Mitarbeitern und Vorgesetzten unabdingbar.
Kenntnisse aus der Betriebswirtschaft und dem Wirtschaftsrecht, halte ich für notwendig und besonders wertvoll, da diese die Voraussetzungen darstellen, um überhaupt fundierte Entscheidungen in einem Betrieb treffen zu können.
2. Weiterbildung als Teil der Unternehmensstrategie – ein erstrebenswertes Ziel, oder bereits gelebter Alltag?
So gut die Grundausbildung (Lehre, Meister, Maturant, Uni- oder FH-Absolvent etc.) auch immer sein mag – man muss sich dennoch als Spezialist oder Führungskraft weiterbilden. Ein Spezialist entscheidet sich für eine bestimmte Sparte, in der er Fachmann werden möchte und braucht dazu eine vertiefende, facheinschlägige Qualifikation. Durch die Internationalisierung des Geschäfts sind auch die Anforderungen an die Fremdsprachenkenntnisse enorm gestiegen. Oftmals ist es auch so, dass ein anerkannter Spezialist durch Beförderung plötzlich eine Führungsaufgabe bekommt und somit auch eine Ausbildung braucht, um der neuen Aufgabe gewachsen zu sein. Ein weiterer Grund für Weiterbildungsbedarf ist die Ebene, auf der ein Mitarbeiter arbeitet. Einem ehemals operativen Mitarbeiter kann es durch Beförderung oder neuen Aufgaben passieren, dass er plötzlich dispositive oder strategische Aufgaben übertragen bekommt und dadurch wieder andere Fertigkeiten von ihm gefordert werden. Weil sich die Marktanforderungen heutzutage rasch ändern, sind auch die Unternehmen und deren Mitarbeiter aufgefordert sich dem Wettbewerb entsprechend zu verändern. Dies wird nur durch gezielte Personalentwicklung und –ausbildung möglich sein. Daraus ergibt sich zwingend der Bedarf an Aus- und Weiterbildungen.
3. Weiterbildung in Zeiten der Konjunkturschwäche – Belastung oder Chance?
Wir haben die Krise dazu genutzt, zwei Bildungskarenzen zu je 3 Monaten (mit 9 und 7 Mitarbeitern) zu starten. Teilweise wurden diese Initiativen von den Mitarbeitern sehr positiv gesehen und teilweise auch sehr kritisch.
Die Firmenleitung der Murchemie sieht die Bildungskarenz als positive Maßnahme um die Umsatzeinbrüche zu kompensieren und wirtschaftlich zu verkraften aber auch sinnvoll, um für die Anforderungen der Zukunft besser gewappnet zu sein. Weiterbildungen haben ja auch immer den Nebeneffekt, dass geschulte Mitarbeiter eher ihre Betriebsblindheit kompensieren können und über den Tellerrad besser hinaussehen können.
4. Wissensmanagement - Auf welches Wissen sind Sie in Ihrem Unternehmen besonders stolz?
Es ist unsere Stärke die beiden Sparten Werkzeugbau und Kunststofftechnik miteinander zu verbinden und unsere Kunden von unserem Know-how profitieren zu lassen. Wir haben durch unsere Kenntnisse und Erfahrung auch die Möglichkeit, bei Enwicklungsprojekten unserer Kunden tatkräftig mitzuarbeiten.
Das systematische Anzapfen, Dokumentieren und für Kollegen verwertbar machen von Informationen, ist ein wünschenswerter Mehrwert, der bei uns noch Verbesserungspotentiale aufzeigt. Bevor sich ein Unternehmen mit Wissensmanagement befasst, müssen diverse organisatorische und menschliche Probleme thematisiert werden, die tief in der Unternehmenskultur verankert sind und das Klima im jeweiligen Betrieb ausmachen.
Nähere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter http://www.murchemie.at/










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