Virtueller Lebensretter
VIRTUAL VEHICLE
Kompetenzzentrum Das virtuelle Fahrzeug Forschungs-GmbH
Inffeldgasse 21 A/I
8010 Graz, Austria
Tel.: 0316 / 873 - 9005
wolfgang.wachmann@v2c2.at
www.v2c2.at
Das VIRTUAL VEHICLE wurde im Jahr 2002 gegründet und hat sich als ein führendes Forschungs- und Entwicklungszentrum für virtuelle Fahrzeugentwicklung mit über 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etabliert.
Gemeinsam mit einem weltweiten Netzwerk von Industrie- und Forschungspartnern realisieren wir neue Ideen und entwickeln Spitzentechnologie für die Fahrzeuge von morgen, insbesondere Simulationstechnologie. Durch das COMET K2 Programm verfügt das VIRTUAL VEHICLE über eine langfristige Förderung für ambitionierte Industrie- Forschungsprojekte.
Getestet werden diese bis heute zumeist mit herkömmlichen Crash-Test-Dummys, die mit dem aktuellen Stand der Technik nicht mehr mithalten können. In Graz geht man aus diesem Grund nun neue, virtuelle Crash-Test-Wege.
Wer kennt sie nicht, die braunen Puppen mit den markanten schwarz-weißen Kreisen an neuralgischen Körperstellen, die in Testlabors und in TV-Spots Autos durch waghalsige Manöver zu Schrott fahren, um für mehr Sicherheit der Menschen zu sorgen. Obwohl ihnen sicher so mancher Unfalllenker zu ewigem Dank verpflichtet sein muss, sind die treuen Crash-Helfer mittlerweile in die Jahre gekommen und entsprechen modernen Anforderungen nur noch bedingt.
Warum das so ist, erklärt Jost Bernasch, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Virtual Vehicle in Graz: „Ein herkömmlicher Crashtest-Dummy ist eine leblose Puppe. Bei einem Unfall ist er lediglich Passagier, der anders reagiert als ein Mensch, der die Gefahr oft schon auf sich zukommen sieht. Er lehnt sich nach hinten, weicht aus und versucht sich zu schützen. Das alles passiert in Bruchteilen von Sekunden vor dem Unfall, und wirkt sich natürlich auf die Tests und damit auch auf die Sicherheitssysteme im Fahrzeug aus.”
Um das menschliche Verhalten bei Crashtest besser simulieren zu können und damit für mehr Sicherheit im Auto zu sorgen, arbeitet Virtual Vehicle gemeinsam mit dem Frank Stronach Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz an einem virtuellen Crashtest-Dummy. Dieser soll in fünf bis zehn Jahren serienreif und Standard in der Unfallforschung sein. „Wir haben unseren Dummy virtuell, also am Computer, mit Muskeln ausgestattet und ihm sozusagen menschliches Verhalten beigebracht“, erläutert Bernasch.
Durch die Reaktionen des Dummys sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden, die sich letztendlich auf die Sicherheitssysteme des Fahrzeugs wie etwa den Airbag oder den Gurtstraffer, auswirken und im Ernstfall Leben retten sollen. „Denn andere Reaktionen bedingen auch andere, bessere, Systeme“, meint dazu der Virtual Vehicle Geschäftsführer.
Bei der Entwicklung des virtuellen Dummys arbeitet das Kompetenzzentrum neben der TU Graz auch mit den steirischen Firmen Magna, AVL und dem Joanneum Research zusammen. Mit an Bord sind aber auch namhafte Autohersteller wie Daimler-Benz, BMW und Audi oder die Komponentenhersteller Bosch und TRW. Das Projekt ist nicht zuletzt auch ein gutes Beispiel für fächerübergreifende Forschung in Graz.
Immerhin werden Erkenntnisse aus der Regelungstechnik, der Physik, dem Maschinenbau, der Informatik, der Sportmedizin und vieler anderer Disziplinen miteinander verbunden und stellen unter Beweis, wozu steirischer Erfindergeist fähig ist.
Das Kompetenzzentrum Virtual Vehicle wird im Rahmen des Comet K2 Programms von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG unterstützt.










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