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Von wegen altes Eisen

Ältere ArbeiternehmerInnen sind wertvolle Wissensträger. Allerdings müssen altersspezifische Bedürfnisse berücksichtigt werden, will man sie in der Erwerbstätigkeit halten. Ein ausgewogenes Verhältnis von Anforderungen und Ressourcen, ein Ausgleich zwischen Beanspruchung und Erholung ist von entscheidender Bedeutung.

Die Zeichen der Zeit stehen auf Laufschritt statt Spaziertempo: Die demografische Entwicklung der Erwerbsbevölkerung schreitet rasant voran – es gilt neue Herausforderungen zu bewältigen, die vor allem auch eine Neubewertung des Umgangs mit älteren ArbeitnehmerInnen erfordern. Ihr Anteil wächst, gleichzeitig verlangt der längere Verbleib in der Erwerbstätigkeit nach adäquaten Präventiv-Maßnahmen, um Gesundheit, Arbeitsfähigkeit, Leistung und Motivation aufrecht zu erhalten.

Die Ergebnisse einer österreichweiten Erhebung der Bundesarbeiterkammer aus dem Vorjahr führen die Problematik mehr als deutlich vor Augen: Mit zunehmendem Alter konnte ein signifikanter Anstieg an Erwerbstätigen mit einem unausgewogenen Verhältnis von hoher Beanspruchung und geringer Erholung festgestellt werden. Und genau jene sind es auch, die eine weitaus höhere Bereitschaft zeigen, frühzeitig in Pension zu gehen. Darüber hinaus haben die Arbeitsfähigkeit und der Gesundheitszustand einen gravierenden Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit.

Diese Thematik steht auch im seit 1999 bestehenden PE-Netzwerk, in dem sich Personalverantwortliche von Unternehmen und Organisationen sowie BeraterInnen austauschen, immer wieder im Fokus. Schließlich gilt es, kurz-, mittel- und langfristig zu agieren: Lebensphasenorientierung, eine biografiegerechte Arbeitsgestaltung, die Förderung beruflicher Weiterbildung und Qualifizierung und die Verbesserung betrieblicher Gesundheitsförderungsprogramme spielen eine entscheidende Rolle. Eine erhöhte Aufmerksamkeit für altersspezifische Bedürfnisse und eine entsprechende Gestaltung der Arbeitswelt sind demzufolge das Um und Auf, um Leistungsfähigkeit und Motivation langfristig zu erhalten und Burnout vorzubeugen.

Hier sind nicht zuletzt die Führungskräfte gefordert, die (Mit-)Verantwortung über Wohlbefinden und Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen tragen. Der Lohn: Effizienzsteigerung und ein gutes Betriebsklima. Entsprechende Konzepte werden immer häufiger umgesetzt, sie bauen auf folgenden Säulen:

  • eine ausgewogene Altersmischung im Team
  • ein Gleichgewicht von innovativen Neuerungen und Wissen, das auf Erfahrung beruht
  • ein generationsübergreifender Austausch auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung
  • bewältigbare Arbeitsanforderungen bei entsprechender Ressourcenoptimierung
  • die Berücksichtigung von Faktoren wie Bürogestaltung, Arbeitsort und Arbeitszeit 

    Um ältere Menschen in der Erwerbstätigkeit zu halten, greift eine reine Abkehr von der bisher praktizierten Frühpensionspolitik zu kurz, urteilen die ExpertInnen im PE-Netzwerk. Gerade auch in Klein- und Mittelbetrieben müssen Anreize geschaffen werden – etwa in Form einer systematischen Aus- und Weiterbildungsplanung. In diesem Rahmen ist der soziale Austausch von besonderer Bedeutung. Denn mit dem Alter sinkt zwar die körperliche Leistungsfähigkeit, soziale Kompetenz und Know-how steigen aber. Als Wissensträger sind diese ArbeiternehmerInnen von hohem Wert für das Team, dieses Wissen gilt es im Sinne des Unternehmens gerade für KMU’s zu erhalten.

 

Literaturtipps & Links                                                      






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Mag.a Daniela Bassa
research-team - Dr. Paul Jimènez
Edelsbachstrasse 50
A-8063 Eggersdorf b. Graz
E-Mail: daniela.bassa@research-team.at





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