Deakon Degen - Kind, Kegel, Karriere unter einem Hut
Zielgruppe Frauen mit Kindern – das ist bei weitem kein alltäglicher Fokus in der Personalauswahl eines Betriebs. Im Unternehmen Deakon Degen hat man mütterfreundliche Arbeitsbedingungen gesät und erntet Tag für Tag Loyalität und Einsatzbereitschaft.
Es war die weniger erfreuliche Erfahrung am eigenen Leib, die in ein Erfolgskonzept der besonderen Art mündete: Als die heutige Geschäftsführerin der Deakon Degen GmbH Kabelkonfektion, Annelise Degen, im Jahr 1988 nach der Karenz mit ihren zwei Kindern erfolglos auf Jobsuche gegangen war, entschied sie sich, selbst ein Unternehmen auf die Beine zu stellen. Im Zuge der Unternehmensgründung standen die Ziele, wie der Betrieb aufgestellt sein sollte, schnell fest. Nachdem Degen die Schwierigkeiten, als Mutter eine passende Arbeitsstelle zu finden, nur zu gut kannte, legte sie den Schwerpunkt in ihrer Personalauswahl auf die Zielgruppe Frauen mit Kindern. Diesen Schritt hat sie in den 22 Jahren des Bestehens ihrer Firma nie bereut.
In der eigentlichen Männerdomäne der Kabelanfertigung sieht sie den Vorteil der hohen Frauenquote in ihrem Unternehmen nicht zuletzt im wahrsten Sinne des Wortes in weiblichen Händen begründet: Für die filigranen Lötarbeiten sind zarte Hände ein wesentlicher Vorteil. Bis zum Jahr 2002 hat Annelise Degen auch selbst gefertigt, jetzt widmet sie sich freilich in erster Linie Managementaufgaben – soweit es allerdings möglich ist, versucht die Geschäftsführerin noch immer in der Produktion vor Ort zu sein (bei MitarbeiterInnen-, KundInnen- oder LieferantInnengesprächen, bei sonstigem Besuch,…).
Deakon Degen hat darüber hinaus eine zusätzlich erweiterte Pflegefreistellung bei Bedarf von „plus fünf Tagen“ eingeführt. Dies wird in den meisten Fällen für den Nachwuchs bis zum Alter von zwölf Jahren bei Kinderkrankheiten genutzt, kann aber auch für erkrankte Angehörige in Anspruch genommen werden. Im Bedarfsfall müssen weder Urlaub noch Zeitausgleichstunden verbraucht werden, vielmehr sollen die MitarbeiterInnen gestärkt und motiviert in die Arbeit zurückkehren. Zudem besteht ein großes Netzwerk im Hinblick auf die Kinderbetreuungsmöglichkeiten – der Betrieb wartet mit Kontakten zu Tagesmüttern oder Leih-Oma-Dienst auf. Die Inanspruchnahme wird finanziell unterstützt. Sollte sich niemand für die Betreuung finden, ist es möglich, das Kind in den Betrieb mitzubringen.
Die Gleitzeitregelung mit Rücksichtnahme auf Kindergartenzeiten bietet ebenfalls eine hohe Flexibilität. Bei der Urlaubseinteilung haben Mütter Vorrang, aber auch kinderlose MitarbeiterInnen können in der Hauptsaison Urlaub nehmen. Hier wird einfach das Gespräch großgeschrieben. Unter den derzeit 21 MitarbeiterInnen finden sich fünf Männer, zwei Mütter sind in Karenz. Vertretungen konnten stets problemlos und schnell gefunden werden. Die guten Arbeitsbedingungen sprechen sich eben herum und fördern das Image als attraktiver Arbeitgeber. Zur Schnellüberbrückung besteht auch der Kontakt zu einer Personal-Leasing-Firma. Verdienstunterschiede bei Männern und Frauen in selben Positionen gibt es nicht.
Es war die weniger erfreuliche Erfahrung am eigenen Leib, die in ein Erfolgskonzept der besonderen Art mündete: Als die heutige Geschäftsführerin der Deakon Degen GmbH Kabelkonfektion, Annelise Degen, im Jahr 1988 nach der Karenz mit ihren zwei Kindern erfolglos auf Jobsuche gegangen war, entschied sie sich, selbst ein Unternehmen auf die Beine zu stellen. Im Zuge der Unternehmensgründung standen die Ziele, wie der Betrieb aufgestellt sein sollte, schnell fest. Nachdem Degen die Schwierigkeiten, als Mutter eine passende Arbeitsstelle zu finden, nur zu gut kannte, legte sie den Schwerpunkt in ihrer Personalauswahl auf die Zielgruppe Frauen mit Kindern. Diesen Schritt hat sie in den 22 Jahren des Bestehens ihrer Firma nie bereut.
In der eigentlichen Männerdomäne der Kabelanfertigung sieht sie den Vorteil der hohen Frauenquote in ihrem Unternehmen nicht zuletzt im wahrsten Sinne des Wortes in weiblichen Händen begründet: Für die filigranen Lötarbeiten sind zarte Hände ein wesentlicher Vorteil. Bis zum Jahr 2002 hat Annelise Degen auch selbst gefertigt, jetzt widmet sie sich freilich in erster Linie Managementaufgaben – soweit es allerdings möglich ist, versucht die Geschäftsführerin noch immer in der Produktion vor Ort zu sein (bei MitarbeiterInnen-, KundInnen- oder LieferantInnengesprächen, bei sonstigem Besuch,…).
Deakon Degen hat darüber hinaus eine zusätzlich erweiterte Pflegefreistellung bei Bedarf von „plus fünf Tagen“ eingeführt. Dies wird in den meisten Fällen für den Nachwuchs bis zum Alter von zwölf Jahren bei Kinderkrankheiten genutzt, kann aber auch für erkrankte Angehörige in Anspruch genommen werden. Im Bedarfsfall müssen weder Urlaub noch Zeitausgleichstunden verbraucht werden, vielmehr sollen die MitarbeiterInnen gestärkt und motiviert in die Arbeit zurückkehren. Zudem besteht ein großes Netzwerk im Hinblick auf die Kinderbetreuungsmöglichkeiten – der Betrieb wartet mit Kontakten zu Tagesmüttern oder Leih-Oma-Dienst auf. Die Inanspruchnahme wird finanziell unterstützt. Sollte sich niemand für die Betreuung finden, ist es möglich, das Kind in den Betrieb mitzubringen.
Die Gleitzeitregelung mit Rücksichtnahme auf Kindergartenzeiten bietet ebenfalls eine hohe Flexibilität. Bei der Urlaubseinteilung haben Mütter Vorrang, aber auch kinderlose MitarbeiterInnen können in der Hauptsaison Urlaub nehmen. Hier wird einfach das Gespräch großgeschrieben. Unter den derzeit 21 MitarbeiterInnen finden sich fünf Männer, zwei Mütter sind in Karenz. Vertretungen konnten stets problemlos und schnell gefunden werden. Die guten Arbeitsbedingungen sprechen sich eben herum und fördern das Image als attraktiver Arbeitgeber. Zur Schnellüberbrückung besteht auch der Kontakt zu einer Personal-Leasing-Firma. Verdienstunterschiede bei Männern und Frauen in selben Positionen gibt es nicht.
| Annelise Degen sieht ihren hohen Einsatz für arbeitende Mütter als selbstverständlich: „Wir sind immer am Bemühen und Versuchen, wir wollen immer noch besser werden. Wichtig dabei ist gesundes Arbeiten im Einklang mit einer familienfreundlichen Arbeitswelt.“. Das System sei noch nie ausgenützt worden, im Gegenteil: Die Geschäftsführung kann sich auf ihre MitarbeiterInnen verlassen. Wenn es notwendig ist – bei Ressourcenknappheit oder hoher Auftragsdichte – kommen die MitarbeiterInnen dem Betrieb genauso entgegen. |
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