Kommunikation bringt die Forschung in Schwung
Bei NXP in Gratkorn achtet man sehr auf ein forscherfreundliches Unternehmensklima. Da wird vor allem Kommunikation ganz groß geschrieben – etwa in der "Happy Hour" bei Kaffee und Kuchen. Für kreativen Schwung sorgen auch ein multikulturelles Klima und das „Du-Prinzip“.
80 Prozent der MitarbeiterInnen der NXP Semiconductors Styria GmbH sind im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. "Das Know-how unserer Mitarbeiter ist unser Kapital, und deshalb darf bei unserem Team nicht gespart werden, das haben wir auch während der Krise so gehalten“ – mit dieser Aussage stellt Personalleiterin Cornelia Erlbacher klar, wo die Prioritäten im Unternehmen liegen .
Insgesamt sind 320 ArbeitnehmerInnen beim Halbleitererzeuger in Gratkorn nördlich von Graz tätig, an einem Standort, der in den letzten Jahren sehr stark gewachsen ist. "In unserer Branche brauchen wir sehr viele SpezialistInnen, deshalb sind wir auch gut mit den Universitäten vernetzt und stehen im permanten Kontakt mit den NXP-KollegInnen in anderen Ländern," beschreibt Erlbacher das konstruktive multikulturelle Klima, das durch die Zusammenarbeit von Menschen aus 30 Nationen entsteht.
Die ForscherInnen bei NXP sollen ihr jeweiliges Know-How bestmöglich einbringen können, heißt es. Dazu wurden beispielsweise flexible Arbeitsmöglichkeiten ohne Kerndienstzeiten geschaffen. "Es gibt bei uns verschiedene Teams, die an internationalen Projekten zum Einsatz kommen, da sind dann etwa KollegInnen aus den USA zu Gast oder umgekehrt – unsere Leute sind in Amerika", erzählt die Personalchefin. Kommunikation steht auf alle Fälle beim Hersteller von sicheren Funkchips für Reisepässe, schlüssellosen Zugangstechnologien für Autos und ähnlichen kontaktlosen Chipprodukten an oberster Stelle. "Wir tauschen uns nicht nur intern aus, auch mit den KollegInnen an den anderen Standorten weltweit. Es gibt regelmäßige Circles wo Fragen gestellt werden können und nicht zuletzt lädt auch unser großer Sozialraum mit frischem Obst und Getränken in den Pausen zum Networking und zum Austausch ein“, sagt Erlbacher.
Bei NXP sind prinzipiell alle MitarbeiterInnen per Du, was man als ein Zeichen starken Teamworks betrachtet. Und wenn jemand etwas von der Geschäftsführung braucht, dann ist selten eine Terminvereinbarung notwendig, man spricht die Dinge einfach an. Die Erklärung dafür: "Wir haben bewusst flache Hirarchien geschaffen und eine lockere, angenehme Atmosphäre." Dazu kommen "Happy Hours" und „Peoplecoffees“, wo der Chef oder die Bereichsleiter bei Kaffee und Kuchen von aktuellen Entwicklungen des Unternehmens am Markt berichten und Fragen beantworten.
Als selbstverständlich betrachtet man die Tatsache, dass es in einem Kompetenzzentrum für die ForscherInnen optimale technische Ausstattung, also modernste Geräte braucht. Für die Steirische Wirtschaftsförderung SFG, die Forschung und Entwicklung in der Steiermark unterstützt, sind Unternehmen wie NXP Semiconductors Musterbeispiele dafür, wie man für "kreative Köpfe" optimale Rahmenbedingen schaffen kann. Denn man weiß aus einem aktuellen Studienprojekt, dass gerade die "Ideenkraftwerke" eines Unternehmens ein ganz besonderes Arbeitsumfeld brauchen, um ihr Potential entfalten zu können. Das führt zu Ideen, von denen letztlich das ganze Land profitiert.











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