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ePunkt - Der Vier-Tage-Chef

 

Mit Vier-Tage-Woche und hauseigenem Sabbatical beweist das Unternehmen ePunkt Mut zur Innovation in der Arbeitszeitflexibilisierung. Selbst der Geschäftsführer des Betriebes – einer der größten Personalberater Österreichs – macht davon Gebrauch. Die Basis des Erfolgs: eine ausgewogene Balance von Vertrauen und Kontrolle.

Der Umkehrschluss hat durchaus seine Berechtigung: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Der Personalberater ePunkt führt in der internen Personalentwicklung gekonnt vor Augen, wie das funktionieren kann. Und warum? Das Schlagwort Flexibilität ist in der Arbeitswelt allgegenwärtig – Flexibilität ist aber nicht nur schlichte Erfordernis, sie eröffnet auch neue Möglichkeiten zu Gunsten einer Work-Life-Balance und unterstützt einen aktiven und effizienten Arbeitsprozess im Sinne des Unternehmens. 

Die 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter absolvieren in der Regel eine 40-Stunden Woche, die mittels elektronischer Zeiterfassung aufgezeichnet wird. Ob sie jedoch morgens zeitig im Büro sind und abends früher gehen oder umgekehrt, das bleibt ihnen selbst überlassen. Die individuelle Einteilung von Arbeits- und Freizeit erfolgt je nach Bedarf. Dabei liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, nicht länger als neun Stunden pro Tag durchgehend zu arbeiten. Ein Nachtragen der Zeiten ist nur innerhalb der letzten 14 Tage möglich. Das Arbeitszeitmodell basiert zum Großteil auf Vertrauen.

Zusätzlich zu dieser eigenverantwortlichen Arbeitszeiteinteilung ermöglicht ePunkt seinen MitarbeiterInnen, die Arbeitszeit längerfristig zu reduzieren. Eine Vier-Tage Woche mit einer Arbeitsleistung von 32 Wochenstunden ist gerade für Teammitglieder, die nebenberuflich eine Fachhochschule besuchen oder Eltern geworden sind, interessant. Das Gehalt wird anteilsmäßig angepasst. Dass selbst Geschäftsführer Daniel Marwan dieses Modell in Anspruch nimmt, zeigt deutlich, dass die Vier-Tage-Woche bei ePunkt tatsächlich in jeder Position möglich ist.

Ein zweites Modell ist das Zehn-Monate-Jahr – im Prinzip vergleichbar mit einem Sabbatical. Mitarbeiterin oder Mitarbeiter und Firma treffen dabei eine Vereinbarung, die Arbeitszeit um zehn Prozent zu reduzieren. Vertraglich werden 36 Wochenstunden vereinbart, tatsächlich zehn Monate lang 40 geleistet, während das Gehalt auf 36 Stunden pro Woche basiert. Das elfte Monat kann man als Zeitausgleich nutzen, im zwölften Monat fünf Wochen Urlaub konsumieren. Damit ergibt sich eine arbeitsfreie Zeit von neun Wochen – etwa für eine längere Reise. Während der Abwesenheit werden die Projekte im Team aufgeteilt. Dabei hat sich eine Urlaubsvertretung durch MitarbeiterInnen, die sich gerade in der Karenz befinden, bewährt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Notwendigkeit einer umfassenden Einschulung entfällt, für den Rest der Crew entsteht keine oder nur wenig zusätzliche Arbeit.

Daniel Marwan, Geschäftsführer von ePunkt, begründet mit dem Leitmotiv „You get what you measure“, warum er Eigenverantwortung fördert und so viel Vertrauen in sein Team setzt: „Wenn Zeit gemessen wird, ist auch das Ergebnis Zeit. Besser ist es, den Schwerpunkt auf die Erreichung realistischer inhaltlicher Ziele zu legen.“


Daniel Marwan, Geschäftsführer 











Haben Sie Fragen zu einem der Beispiele, oder zu anderen Themen rund um den Bereich der Personalentwicklung? Fragen Sie unsere ExpertInnen!

Mag.a Daniela Bassa
research-team - Dr. Paul Jimènez
Edelsbachstrasse 50
A-8063 Eggersdorf b. Graz
E-Mail: daniela.bassa@research-team.at





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