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Gaulhofer - Schnelle Fenster mit neun „Ferraris“

 

Mit der Auflösung der bestehenden klassischen Hierarchien und mit neun „Ferraris“ setzt das steirische Erfolgsunternehmen Gaulhofer – einer der führenden Anbieter von Fenster und Türen in Österreich – neue Maßstäbe. Es gibt nicht nur Bestzeiten in der Produktion, sondern auch spannende Herausforderungen für die Personalentwicklung im Betrieb.

Bereits im Jahr 2006 hat man im Familienunternehmen Gaulhofer damit begonnen, sich von alten Führungsmustern zu verabschieden. Als Orientierungshilfe bei diesem mutigen Vorhaben diente das „Win Do“ Prinzip, das davon ausgeht, dass ausschließlich die Leistung des gesamten Teams und nicht die von Einzelnen zählt. Außerdem setzte man sich anspruchsvolle Ziele: Es ging darum, sich noch besser und prozessorientierter an die Wünsche der Kundinnen und Kunden anzupassen, die Lieferzeiten zu verkürzen und die Performance einzelner Teams in den Mittelpunkt zu rücken. 
Sie sind bereits seit geraumer Zeit gut aufgestellt, bestehen aus 4 bis 18 Personen und haben jeweils eine Teamsprecherin bzw. einen Teamsprecher. Eine Schlüsselrolle spielen neun direkt dem Produktionsleiter unterstellte KollegInnen, die für die Betreuung von zwei bis drei Teams zuständig sind. Sie garantieren die Versorgung mit Arbeitsmaterial, nehmen Urlaubsanträge entgegen und schaffen auf verschiedenste Weise die notwendigen Rahmenbedingungen für gedeihliches Werken. Intern werden sie die „Ferraris“ genannt – weil sie als kraftvolle Motoren dieses neuen Arbeitsmodells wirken.

Die Personalabteilung stand mit diesen gravierenden Veränderungen gleich vor zwei großen Herausforderungen: Einerseits ging es darum, besonders gut aufeinander abgestimmte Teams zu fördern und andererseits musste man für die „Ferraris“ geeignete Ausbildungsangebote entwickeln. Diese sind zwar durchwegs schon seit 15 und 30 Jahren im Unternehmen tätig, hatten aber bisher noch keinerlei Weiterbildung für die Übernahme einer Leitungsfunktion erhalten. Sie wurden daher durch externe und interne Trainingsmaßnahmen in den Bereichen Kommunikation, Konfliktmanagement und Führungsstil umfassend auf ihre neue und verantwortungsvolle Rolle vorbereitet.

Eine erste – erfreuliche – Zwischenbilanz zeigt, dass die Durchlaufzeiten der Produkte tatsächlich stark verkürzt werden konnten, dass es viel positives Kundenecho gibt und dass die „Ferraris“ einfach toll auf der unternehmerischen Erfolgsstraße liegen. Derzeit hält man bereits bei Stufe zwei des Weiterbildungsprogrammes und konzentriert sich dann auf die Qualifizierung der TeamsprecherInnen.


Klaus Hajduk, Leiter des Personalmanagements bei Gaulhofer, bezeichnet es als seine große Herausforderung, die neuen Führungskräfte dabei zu unterstützen, den Mut für den jeweils richtigen Weg zu finden – „aber welchen Weg sie dann nehmen, ist ihnen selbst überlassen.“ Hajduk beruft sich auf Konfuzius: „Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern.“


Klaus Hajduk, Leiter des Personalmanagement




Facts zum Unternehmen


Lessons learned


Literaturtipps & Links







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Mag.a Daniela Bassa
research-team - Dr. Paul Jimènez
Edelsbachstrasse 50
A-8063 Eggersdorf b. Graz
E-Mail: daniela.bassa@research-team.at





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