COMET
Das Programm bildet die Nachfolge der Kompetenzzentrenprogramme Kplus, K_ind und K_net und will die Kooperationskultur zwischen Industrie und Wissenschaft weiter stärken und den Aufbau gemeinsamer Forschungskompetenzen und deren Verwertung forcieren. Dabei sollen jene Forschungsaktivitäten besonders unterstützt werden, die auf höchstem Niveau operieren und auch im internationalen Umfeld eine markante Positionierung versprechen. Die Kompetenzen der in den Zentren tätigen Akteure sollen im neuen Programm stärker gebündelt werden, um inhaltliche Synergien im globalen Wettbewerb gezielter zum Einsatz zu bringen. Schließlich soll das Programm durch attraktive Angebote für Forscherinnen und Forscher auch wesentlich zur Entwicklung der Humanressourcen in Österreich beitragen. Das Herzstück des Programms ist ein von Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam definiertes Forschungsprogramm auf hohem Niveau.
Das Programm umfasst die drei Aktionslinien "K1-Zentren", "K2-Zentren" und "K-Projekte", die sich primär durch die Ansprüche an die geförderten Einrichtungen hinsichtlich Internationalität, Projektvolumen und Laufzeit unterscheiden.
K-Projekte
Diese Programmlinie fördert die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft mit "multi-firm"-Charakter. Projekte können sowohl der Vorbereitung neuer Initiativen (etwa künftiger Kompetenzzentren) als auch der zentrenübergreifenden Zusammenarbeit dienen.
Konsortium: min. 1 wissenschaftlicher Partner und min. 3 Unternehmenspartner
Laufzeit: 3 - 5 Jahre
Finanzierung:
- 35 % bis max. 45 % öffentliche Förderung
- min. 5 % durch wissenschaftliche Partner
- min. 50 % durch Unternehmenspartner
- max. Bundesförderung: 0,45 Millionen Euro/Jahr
K1-Zentren
Diese Programmlinie fördert die Einrichtung von Kompetenzzentren, die im Rahmen eines von Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam definierten Programms Forschung von akademischer und wirtschaftlicher Relevanz betreiben. Damit entsprechen K1-Zentren am ehesten den etablierten Kplus- und K_ind Zentren.
Konsortium: min.1 wissenschaftlicher Partner und 5 Unternehmenspartner
Laufzeit: 7 Jahre
Finanzierung:
- 35 % bis max. 50 % öffentliche Förderung
- min. 5 % durch wissenschaftliche Partner
- min. 45 % durch Unternehmenspartner
- max. Bundesförderung: 1,5 Millionen Euro/Jahr
K2-Zentren
K2-Zentren zeichnen sich durch ein besonders ambitioniertes Forschungsprogramm und damit besonders hohes Risiko in der Entwicklung und in der Umsetzung aus. Sie sind in besonders hohem Ausmaß international sichtbar und international vernetzt.
Konsortium: min. 1 wissenschaftlicher Partner und 5 Unternehmenspartner
Laufzeit: 10 Jahre
Finanzierung:
- 40 % bis max. 55 % öffentliche Förderung
- min. 5 % durch wissenschaftliche Partner
- min. 40 % durch Unternehmenspartner
- max. Bundesförderung: 5,0 Millionen Euro/Jahr
Zielgruppe
Das Programm richtet sich an existierende Kompetenzzentren und -netzwerke ebenso wie an neue Konsortien in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft.
Existierende Zentren, die das Ende ihrer Laufzeit erreicht haben und bei der Einreichung im neuen Programm keinen Erfolg haben, können sich um ein maximal 1,5 Jahre dauerndes Phasing-out bewerben. Damit soll erreicht werden, dass die Zentren ihre geplanten Forschungsarbeiten bis Ende der Forschungsperiode in voller Kapazität durchführen können.
Einreichung und Auswahlverfahren
Die K1-/K2-Zentren und K-Projekte werden über mehrere Ausschreibungen ermittelt. Zur Auswahl der Zentren (K1/K2) kommt ein zweistufiges kriterienbasiertes Auswahlverfahren zur Anwendung, zur Auswahl der K-Projekte ein einstufiges Verfahren.
Die eingereichten Projekte werden anhand festgelegter Qualitätskriterien mittels eines wettbewerblichen Verfahrens durch eine Fachjury aus internen und externen Experten überprüft und zur Förderung ausgewählt.
Evaluierung
Die geförderten Zentren werden während ihrer Laufzeit mehrmals überprüft:
Ex-ante Evaluierung: Überprüfung des Antrages und des Forschungsprogramms bei der Einreichung durch eine ExpertInnenjury von der FFG, FWF und Christian-Doppler-Gesellschaft
Review: Überprüfung des Zentrums bzw. Projektes durch die FFG. Das Review findet bei K-Projekten nach der Hälfte der Laufzeit statt, bei K1-Zentren im 2., bei K2-Zentren im 3. Jahr. Ergebnis des Reviews sind Empfehlungen für die Fördernehmer.
Zwischenevaluierung: Überprüfung des Zentrums, der Ziele und Ergebnisse sowie Evaluierung des Forschungsprogramms für die weitere Laufzeit durch externe GutachterInnen. Die Zwischenevaluierung findet etwa nach der Hälfte der Laufzeit, also bei K1-Zentren im 4., bei K2-Zentren im 5. Jahr statt. Die weitere Förderung des Zentrums ist von einem positiven Evaluierungsergebnis abhängig.
Ex-post-Evaluierung: Überprüfung des Zentrums/des Projekts und der erzielten Ergebnisse im letzten Jahr der Laufzeit durch externe GutachterInnen.
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