Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG - Home

Die Fast Forward FINALISTEN 2010

KLEINSTUNTERNEHMEN:

1. YLOG GmbH mit „ iSC – Intelligent Stacking Center“

Das Unternehmen baut autonome Roboter für den Behältertransport in Logistikunternehmen. Die Technologie basiert auf einzelnen, frei fahrbaren Fahrzeugen. Diese erkennen sich gegenseitig, beachten Vorrangregeln und Einbahnen und erledigen auf diese Weise ihre Aufträge vollkommen autonom, also ohne Eingreifen und Koordination eines zentralen Rechners, wie es bei bestehenden Systemen der Fall ist. Durch den Einsatz der neuen Technologie, können Rationalisierungspotenziale aufgedeckt und so Kosten gespart werden. Auch beim Preis-Leistungsverhältnis und dem Energieverbrauch weisen die Roboter einen großen Vorteil gegenüber bestehenden Systemen auf.

2. Pusch & Schinnerl GmbH mit „ Radhouse“

Das Unternehmen ist Anbieter in den Bereichen E-Mobility, Consulting und Umwelttechnik. RADHOUSE ist eine multifunktionale, nutzerfreundliche, diebstahlsichere und witterungsgeschützte Fahrradabstellanlage mit integrierter Solarladestation für Elektrofahrräder, die auf der Fläche von einem Pkw-Parkplatz Platz findet. Die Anlage ist so gestaltet, dass Sie in großen Stückzahlen günstig produziert werden kann. Zusätzlich hebt sie sich durch ihr optisches Design und zusätzlichen Applikationen wie die zwischenzeitliche Aufbewahrung von Paketen, von der Konkurrenz hervor.

3. 7iD Technologies GmbH mit „ RFID Richtungserkennung ohne zusätzliche Hardware“

Das Unternehmen ist ein führender RFID-Komplettanbieter in Europa. Die neue Technologie ermöglicht Richtungserkennung ohne Hardwarekomponenten. Bestehende Hardware wie Lichtschranken, Sensoren oder Bewegungsmelder sind einerseits kostspielig und andererseits problemanfällig bei Druck- oder Staubeinwirkung. Diese Nachteile überwindet der entwickelte Softwarealgorithmus, der die Lesedaten der RFID-Reader so auswerten kann, dass die Richtung eindeutig und fehlerfrei erkennbar ist.


KLEINUNTERNEHMEN:

1. Hecus X-Ray Systems GmbH mit „ S3-MICROcaliX – Converging Technologies: Integrierte Thermo- und Nanostrukturanalyse“

Das Unternehmen ist im Bereich der Messtechnik und Nanoanalytik tätig. Die Messung der thermischen und strukturellen Eigenschaften von Materialien sind grundlegende Aufgaben der physikalischen Analytik (z.B. beim Schmelzen von Kunststoffen, Gefrieren von Ölen oder Fetten etc.). Bisher waren solche Messungen nur mit getrennten Instrumenten – Röntgenkameras bzw. Kalorimetern – möglich. Während die Kalorimetrie generell umso besser funktioniert, je rascher die Messung abläuft, ist dies bei der Röntgenaufnahme umgekehrt. Die Innovation liegt im Zusammenführen der physikalischen und technischen Bedingungen für die beiden unterschiedlichen Messverfahren, der erhöhten Meßgenauigkeit und in der für ein Laborgerät wünschenswerten Miniaturisierung.

2. Viereck Architekten ZT- GmbH mit „ [BOX:09] Multiple Raumzelle“

Das Architekturbüro entwickelte ein modulares Raumzellen-Konzept und gibt so eine Antwort auf moderne Büro- und Wohnerfordernisse, bei gleichermaßen hohem architektonischen Anspruch, maximaler Flexibilität und optimaler Wirtschaftlichkeit. Es basiert auf einem System standardisierter, in Serie vorproduzierter und vormontierter Raummodule, die binnen kürzester Zeit am jeweiligen Standort zum gewünschten Gebäude zusammengefügt werden. Die Dimensionierung und Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig: von einem Büro für Kleinunternehmen bis zum kompletten Einfamilienhaus. Der hohe Vorfertigungsgrad sowie die einfache Montage bzw. Demontage der gesamten Gebäudeeinheit und das Design bilden einen eindeutigen Innovationssprung zum Mitbewerb.

3. c.c.com Andersen & Moser GmbH mit „ BLIDS_Network“

Das Softwareentwicklungsunternehmen hat ein Verfahren zur Ermittlung von Verkehrsströmen und Reisezeiten im Individualverkehr entwickelt. Es erfasst bluetooth-fähige Endgeräte wie Handys und kann gleichzeitig sowohl mehrere Fahrspuren als auch beide Fahrtrichtungen erfassen. Dadurch können Störfälle vorhergesagt und frühzeitige Reaktionen eingeleitet werden indem z.B. die Verkehrsteilnehmer über Anzeigetafeln direkt und/oder die Zentrale informiert werden. Dies bietet gegenüber dem jetzigen Stand der Technik, wo Personen übermittelte Bilder der Verkehrssituation beurteilen, einen enormen Vorteil.


MITTELUNTERNEHMEN:

1. CPA Computer Process Automation GmbH mit „ AEOX – less energy more quality“

Das Unternehmen ist führender Anbieter von Maschinen und Anlagen für die Stahlcordindustrie. Die Wärmebehandlung bei der Erzeugung von Stahldrähten wird überwiegend mit gasbeheizten Öfen durchgeführt. Die zurzeit eingesetzten Öfen weisen eine geringe Energieeffizienz auf, die Umweltbelastung ist entsprechend hoch, die Mitarbeitersicherheit unzufriedenstellend und der Bereich für die Belastbarkeit der Durchlaufanlagen ist erheblich begrenzt. Die neu entwickelte Wärmebehandlungstechnologie hat bisher nicht erreichte ökonomische und ökologische Vorteile wie eine flexiblere Produktion und Bearbeitung eines Produktmix, die hohe Energieeinsparung und die Reduktion der Betriebs- und Wartungskosten.

2. ALUTECHNIK MATAUSCHEK GmbH mit „ BIONIUM“

Das Unternehmen beschäftigt sich mit Alutechnik und Verglasungen aller Art. Es entwickelte ein Aluminiumfester für den Passivhausbau unter Anwendung der Bionik: Für Rahmenkonstruktion und Dämmung wurden Bienenwaben und das Fell von Eisbären analysiert. Ergebnis war ein Alufenster, das einen um 60%besseren Wärmedämmwert als herkömmliche Fenster hat.

3. Zuser Umweltservice GmbH mit „ Hochwertiger Brennstoff aus Abfall“

Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Abfallentsorgung und entwickelte eine vollautomatische Anlage, welche angelieferte Abfälle in mehrere Fraktionen aufsplittet und recyclingfähige Stoffe und hochwertige Energieträger für die industrielle Müllverbrennung gewinnen kann. Die automatische Aufsplittung optimiert nicht nur interne Arbeitsabläufe, sondern verbessert auch die Qualität des sortierten Materials.


GROSSUNTERNEHMEN:

1. ACC Austria GmbH mit „ Delta – A smaller compressor – A major innovation“

Das Unternehmen, welches im Bereich Kältetechnik tätig ist, hat einen Kältemittelkompressor, das Herzstück jedes Haushaltkühlgerätes, entwickelt. Der neue Kompressor ist im Vergleich zu Konkurrenzprodukten kleiner, effizienter und kostengünstiger. Er hat eine kompakte Bauweise und ist um ein Vielfaches kleiner als bestehende Produkte. Gleichzeitig konnte auch die Energieeffizienz gesteigert werden und der kältetechnische Wirkungsgrad um ca. 15% gegenüber bestehenden Produkten verbessert werden.

2. voestalpine Tubulars GmbH & Co KG mit „ ToughTubes – thermomechanisch gewalzte nahtlose Stahlrohre“

Das Unternehmen gehört zu den führenden Produzenten von nahtlosen Stahlrohren. Ergebnis dieses Projekts ist die Optimierung hinsichtlich Qualitätsverbesserung, Kosteneinsparung und steigende Leistungsfähigkeit beim Verfahren zur Herstellung von Stahlrohren. Eine richtige Kombination aus Umformung und Temperaturführung ist notwendig, um ein Rohr mit ausgezeichneter Qualität und Festigkeit zu erhalten – hierfür ist die thermomechanische Behandlung der Rohrwalzen notwendig und es wurde auch eine neues Verfahren zur Rohrschnellkühlung entwickelt. Mit dieser neuen Verfahrenstechnik wird eine Kombination aus hoher Festigkeit und ausgezeichneter Zähigkeit des Materials erzielt.

3. AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft mit „ 2.5DTM Technologie – Die neue Dimension in der Leiterplatte“

Das Unternehmen ist einer der größten Leiterplattenhersteller weltweit. Die neue Entwicklung hat durch die Möglichkeit, elektronische Geräte weiter zu miniaturisieren, einen sehr breiten Anwendungsbereich und begegnet dem Anspruch von immer kleiner werdenden Leiterplatten mit mehr Funktionen. Zum einen können Komponenten in die Leiterplatte „versenkt“ werden, wodurch die gesamte Schaltung dünner wird. Zum anderen kann durch die Ausbildung komplexer Verbindungslösungen durch flexible Teile die Elektronik gefaltet und somit unter bester Raumausnutzung in ein Gehäuse eingebracht werden.


INSTITUTIONEN:

1. Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH mit „ Printable Medicine (PoP – Pills on Paper)“

Das Unternehmen hat sich in diesem Projekt auf “personalisierte Medizin” spezialisiert. Aufgrund der Unterschiedlichkeit von Personen ist ein „fixes“ Arzneimittel, mit seiner nicht änderbaren Zusammensetzung an Wirkstoffen nicht für alle Personen gleich gut geeignet. Immer wieder werden Arzneimittel deshalb über- oder unterdosiert. So wurde ein Verfahren entwickelt, das speziell auf die Eigenschaften des Patienten (Alter, Geschlecht, Körpergröße) abgestimmte Arzneistoffe auf essbare Spezialpapiere bedruckt, in eine Gelatinekapsel einbringt, die dann vom Patienten oral eingenommen werden kann. Neben einer Verbesserung der Medikation können dadurch Kosten- und Zeitaufwand für klinische Studien und in der Produktion stark reduziert werden.

2. Medizinische Universität Graz (Institut für Humangenetik) mit „Identifizierung von Biomarkern für personalisierte Medizin durch Hochdurchsatz Einzelzellanalysen“

Die Institution entwickelte ein Verfahren zur hochauflösenden Einzelzellanalyse. Damit können vor allem Verbesserungen im Bereich Reproduktionsmedizin und der Onkologie erzielt werden. Im ersten Bereich besteht der Nutzen darin, dass Mütter aufgrund des neuen Verfahrens wissen, ob die Eizelle gesund ist und einen normalen Chromosomensatz aufweist. Im Bereich der Krebstherapie geht es darum, sogenannte Biomarker zu identifizieren, mit denen Aussagen über den weiteren Krankheitsverlauf getroffen werden können. Dadurch können Therapien optimiert, verbesserte Behandlungserfolge erreicht und Nebenwirkungen reduziert werden.

3. Technische Universität Graz (Institut für chemische Technologie von Materialien) mit „ BIOSURF – Entwicklung und Implementierung von kontaktbioziden Polymeren als antimikrobielle Oberflächen in der Lebensmittelindustrie“

Ausgangssituation für das Projekt war die Problematik der Verunreinigung von Oberflächen durch Mikroorganismen. Bis jetzt wurde auf Chemikalien als Desinfektionsmitteln zurückgegriffen, die zwar wirksam waren, aber zur Resistenzenbildung der Keime führen kann auch für den Menschen gesundheitsschädlich sein können. Im Rahmen des Projekts wurde eine antimikrobielle Oberfläche entwickelt. Auf diesen Oberflächen können sich Bakterien nur sehr schwer ansiedeln und ausbreiten. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Entwicklung sind vielseitig und erstrecken sich von Rohrleitungen über Verpackungsmaterialien bis hin zur Medizintechnik. Die neue Technologie ermöglicht erhebliche Kosteneinsparungen durch eine Minimierung des Reinigungsbedarfs und trägt auch zum Umweltschutz, zur Erhöhung der Haltbarkeit von Lebensmitteln oder zur Verminderung des Infektionsrisikos im Bereich der invasiven Medizin bei.

Nominiert für den Public Forward Award 2010:

1. CPC Austria, Informationszentrum für umweltgerechte Produktion GmbH „ ECOPROFIT COMPETENCE CARD“

Die CPC Austria GmbH ist mit ECOPROFIT in den letzten Jahren zum Weltmarktführer in der Kategorie der 1st Level Umweltmanagementsysteme (UMS) aufgestiegen. Das Thema der umweltgerechten Produktion werden immer mehr zu wichtigen Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Die ECOPROFIT COMPETENCE CARD (ECC) ist ein aus den Bedürfnissen der Wirtschaft entwickeltes Zertifikat zur Qualifizierung von MitarbeiterInnen aller Unternehmensbereiche zum Thema Nachhaltigkeit und vermittelt grundlegende Kenntnisse aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Innovation. Das Handeln von MitarbeiterInnen hat direkte Auswirkungen auf Energie-, Rohstoff- und Betriebskosten. Bewusstseinsbildende Maßnahmen und Qualifikationen beeinflussen den Materialeinsatz, steigern die Energieeffizienz und sparen somit Kosten.

2. FORMINGRUEN GmbH „ CREATIVE-GREEN-ELEMENTS“

Das Unternehmen entwickelte ein Bepflanzungssystem, das ermöglicht insbesonders vertikale Flächen in Modulform kreativ zu begrünen. Dadurch ist es möglich, neben dem ästhetischen Erscheinungsbild, klimaverbessernde aber auch akustisch dämmende Eigenschaften zur Verbesserung des menschlichen Wohlbefindens zu schaffen. Wandflächen werden mit bereits begrünten Modulen auf im Fassadenbau bekannte Unterkonstruktionen montiert. Die computergesteuerte Bewässerung mit Sensoren und ein Ablaufsystem ist in den Modulen bereits integriert. Somit wird eine asthetische und funktionelle Aufwertung von Gebäuden und einzelnen Flächen ermöglicht.

3. KMKG Studio „ iTree“

Der iTree ist wohl die schwerste, aber sicher auch die natürlichste iPod Docking Station auf dem Markt. Das Design reduziert sich auf einen Baumstamm behandelt mit reinem Bienenwachs, ausgestattet mit einem speziell angepasstem modernen Audio- und Media-System und einer iPod Docking Station. Er gibt den Raum Atmosphäre und den bestmöglichsten Klang. Durch die minimale, natürliche Mittel wird das Design zeitlos und überall einsetzbar. Der Stamm wird für die Ausbreitung und Bildung des Klanges ausgehöhlt und die gesamte Technik wie Verstärker, Lautsprecher und Anschlüsse werden in dem ausgehöhltem Raum untergebraucht, sodass der Baum nur als dieser wahrgenommen wird.

4. PSO – Pflanzen, Samen, Öle „ Schneckenschreck“

Die Firma PSO veredelt das Abfallprodukt Weintraubentrester steirischer Weinbaubetriebe. Aus dem Abfallprodukt Trester, der sorgfältig getrocknet wird, werden die Weintraubenkerne herausgereinigt und europaweit an Ölmühlen für die Produktion von Weintraubenkernöl geliefert. Nach dem Herausreinigen der Weintraubenkerne bleibt sehr großer Anteil an getrocknetem Fruchtfleisch übrig, der zum Schneckenschreck verarbeitet wird. Das Mittel tötet keine Schnecken, sondern hindert sie am Überqueren der durch Schneckenschreck aufgebauten Barriere. Das Produkt ist über das gesamte Jahr wirksam und baut sich über den Winter zu einem hervorragenden Dünger ab.

5. VAE Eisenbahnsysteme GmbH mit KW Penz GmbH, Energie Zotter GmbH und Bioenergie GmbH mit „ Mit lokaler Kooperation und modernster heimischer Technologie zum CO2- neutralen Eisen- und Stahlverarbeitungsbetrieb“

Das Unternehmen gehört zu den führenden Anbietern von Weichensystemen. Das Projekt hat ein neues innovatives Energiekonzept zum Inhalt und trägt neben dem Umweltschutz auch zu einer wesentlichen Senkung der Durchschnittskosten im Betrieb bei. Durch folgende technische und organisatorische Maßnahmen konnte das Konzept bereits umgesetzt werden: z.B Wärmedämmung, Mitarbeitersensibilisierung, Umstellung des Fuhrparks auf Erdgas, Umstellung der Beheizung auf Fernwärme auf Basis von Biomasse und die Errichtung eine Kleinwasserkraftwerkes, das 80% des aktuellen Strombedarfs deckt.

Wir gratulieren!